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in die steinporeh und Mauerfugen einsetzt, welcher besonders.bey einem darauf fol-genden Frostwetter nachtheilig ist, und daher Moos , Mauerkraut und schwamm er-zeugt, so sollten sie keine äufsere Böschung erhalten, sondern 'vorne perpendiculäraufgeführt werden, rückwärts aber Absätze bekommen. Freylich müssen sie dannsehr gut gemauert feyn ! Sie werden ferner aufgeführt von werk - und Bruchstückenzugleich, wie die Kays in Petersburg , welche gröfstentheils aus Granit bestehen; 3)von Bruchsteinen und ziegein, und endlich von Werkstücken, ziegein und Bruch-steinen, wie zu Dünkirchen ,
Vor einigen, von denen mit Ziegelsteinen aufgemauerten und vorne mit Qua-dern bekleideten Kays fetzte man ehemals noch pfähle, auf 6 bis 18 Fufs Abstand,damit die schiffe nicht an die Mauer anstofsen sollten : eine Vorsicht, die bey dem altenKay des Hafens von Dünkirchen (ßelidor 2. tü, t. xxvii.) angewendet ist. Jetzt istman von solcher Verpfählung mit Recht abgegangen; erstlich weil die pfähle sehrkostbar sind , und nicht lange dauern, 2) des seewurmes wegen und 3) weil sie
(in Ebbe - und rluthhäfen) täglich trocken und nafs werden, also bald faulen. Auchkönnen die schiffe die Mauer nicht beschädigen , denn sie liegen entweder auf ihrenAnkern, oder sind in einiger Entfernung von dem Kay befestiget., Stofsen sie auchwirklich an die Kaymauer, so hat das nicht viel zu sagen, wenn nur die schiffsrin-ge , welche in derselben stecken , und woran die schiffe festgebunden werden, nichthervorstehen. So hat man z. b. zu Dünkirchen an dem neuen Kay die Anbinde-Ringe auf eine nachahmungswerthe Art befestiget. Hier steht der schiffsring e f(t. Ö7. vig. 6.) nicht vor der Mauerfläche hervor, sondern er befindet ,sich in derAushöhlung e'h des Steines, und besteht in einer gekrümmten eisernen Klammer f e f,Welche in die Mauer eingelassen ist.
Eine unnöthige Geldverschwendung sind noch die in ßley eingegossenen eiser-nen Klammern, womit die Werkstücke an den vordem Kaywänden und auf der Deck-lage befestiget sind, f. 4. Tab. 67 - *) Diese Klammern wurden nicht nur häufiggestohlen, sondern das Eifen rostete und splitterte ab. Auch war diese Vorrich-tung sehr kostbar. Freylich wurde sie deswegen nöthig, weil man sich kleinerWerkstücke bediente. So sind z. b. die steine der berühmten Mauer von Havre,digue de l’enceinte (von a nach b xab. 5g.) in dem Theil, den die Militär-Ingenieuraufgeführt haben, nicht über zwey schuh lang. Von den Decklagesteinen solltenaber einige die Länge von 4 bis 6 Fufs, die Dicke von % bis 2 } Fufs, und eine’ Brei-
*) Bey allen Wasserbau werkern sollte man sich der Metalle so wenig als möglich bedienen, denn das See-wasser verkalcht sie, wie ich an den Seeuferbauwerken vor den friefischen und seeländischen Deichenund au dem Eisenwerke n der Schlyker - Schleuse gesehen habe. Insbesondere sollte man nie ztveyer-ley Metalle miteinander verbinden, denn wo sich Eisen mit Kupfer berührt, wird jenes occidirt, und.sogar in einen Brey aufgelöst.