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haben, zu zeigen: dafs die horizontalen schwellroste bey ähnlichen Bauwerken kei-ne hinreichende Festigkeit versprechen, so sehr man ihnen auch, in neuern Zeitenin Frankreich und Deutschland , geneigt ist.
$. 17Q. Die construction der Kaymauern pelletier und de 1’ horloge zu Paris ( Tab. 67. Fig. 16. 17. 18. 24.) sind vorzüglich wegen ihrer Kühnheit und oecoao-mie merkwürdig. Da die an dem ufer der seine stehenden Häuser nicht abgebro-chen werden konnten und die Kaystrafsen, des Verkehrs wegen, vergröfsert werdensollten: so mufsten diese Kaymauern mit einer ueberkragung versehen werden. DerArchitect ratte in seinen Memoiren (p. 215.) hat die Nachrichten, welche ihm vondem Architevt.en Moureau, über diese Bauwerke, mitgetheilt worden sind, druckenlassen und ich will aus diesen folgendes entlehnen:
Der Kay pelletier (f. 17. und 18. r. 67.) wurde zuerst von dem xrchitectennullet i. J. 1675. erbaut. Ueber des project desselben waren die pariser Baumeisterverschiedener Meinung, und mehrere behaupteten geradezu: dafs es nicht ausführ-bar sey, so nützlich es auch zu seyn schiene. Ohngeachtet dieser Einredungenführte es dieser geschickte Architect aus und der Kay steht noch jetzt zur Freudealler Kenner, ohne eine Beschädigung erlitten zu haben. Wir wollen ihn jetzt nä-her kennen lernen. Er ist fünf schuh von i bis a Fig. 18* überwölbt oder überge-kragt, und hat in seiner gesammten Länge 34 Abtheilungen säg. 17; jede Abtheilungzu 12 Fufs 3 zoll breit. Er hat weniger Vorsprung als Hohe und jener ist ein zir-ckelbogen, dessen Halbmesser 4 rufs 4 zoll hat; dessen chorde ist 6 Fufs. Jede Abthei-lung besteht aus zwey Reihen Keilsteinen e und d, F. 17. die alle nach einem gemein-schaftlichen Mittelpunkte geschnitten sind, der in der Spitze eines gleichseitigenDreyecks liegt, dessen seiten 12 Fufs 3 zoll haben. Die obere Reihe Keilsteine e be-steht, in jeder Abtheilung, aus acht Werkstücken, und die untere d aus sieben.Unter dieser letztem Reihe liegt noch eine nage steine c, mit Horizontal - und ver-tical - schnitten. An den zwo seiten jeder Abtheilung liegen starke Lagerstücke a b ,als umgekehrte Keile übereinander. Das erste Lagerstück a besteht aus zwo gleichgrofsen steiuen, von der Dicke der Keilsteine. Das zwote b besteht aus zwey gleichgrofsen steinlagen, wovon die obere Lage b mit einem, die untere aber mit zweySteinen gelegt ist. Jedes dieser Lagerstücke ist unten 3 Fufs 6 zoll breit. Sie ge-ben der ganzen construction eine Festigkeit, die wir an dieser Kaymauer antreffen.Nachdem dieselbe bis zur ueberkragung aufgeführt w'ar, wurde die erste horizonta-le werkstücklage c gelegt. 2) Alsdann wurden die wiüerla ge stücke b , 3) dann dieKeilstücke d und endlich die zwo widerlagestücke a gelegt. Um dieser letztem ei-ne unverrückbare Lage zu verschaffen, weil von ihnen die Haltbarkeit des Ganzenabhängt, so wurde ihnen eine Lange von sieben schuh gegeben, wie Fig. 18 zeigt.Sie erhielten eine Höhe von 17 zoll. Auch ist noch 8 zoll vom Ende eine starke