Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Wenn in einer mit stemmthoren versehenen Docke ein schiff hinein gelassenwird, so öffnet man,diese Thore bey der Ebbe, das schiff steigt bey der rluth indie Docke, und nachdem es über die Stapelblöcke gewunden und gerichtet, dieSpreitzung vollendet, auch die Fluth' abgelaufen ist: so werden die Thore zugewun-‘den. Soll das Schiff, nach vollendeter Ausbesserung, aus der nocke gelassen werden,so läfst man sie durch seitenaqueducle voll wasser und öffnet dann bey der Fluthdie ihore, wenn das wasser vor und in der Docke horizontal steht. In einem Ha-fen, wo keine Ebbe und rluth ist, rnufs, beym Trockenlegen der nocke, das wassermit verticalen pasternosterwerken oder mittelst der Dampfmaschine ausgeschöpft wer-den. Die erstere werden bey der Docke zu Toulon , die zweyte wird bey den Do-cken von cronstadt, Helvoet und carlscrona gebraucht.

Bedient man sich des rontonthors, welches da, * wo keine Fluth und Ebbe ist,dem steinmtfaore vorzuziehen ist, so wird es, nachdem man das schiff in die Docke ein-gelassen hat, über die Fugen, die in den Seitenwänden gebracht sind, geführt; mitBallast dergestalt beschwert , so dafs es zwischen . den Fugen, die sich unten nach derForm des Pontons nähern, heruntersinkt. Seine Ecken müssen zuvor mit Friefs be-schlagen seyn, welches nach der Aussen - oder wasserseite hervorsteht, damit es nochmittelst einer eisernen Stange, um die die rriefskante fest ist, nach der Fuge hinge--zogen werden kann. Diese eiserne Stange sollte in einen an der schwelle befestig-ten Ring gestofsen und über der Oberfläche des wassers, in einen Haken eingelegtwerden. Auf diese weise könnte die Fuge, worin das Friefsstück gezwängt ist, auch,noch mit wachstuc-h gefüttert seyn. So wie nun die Docke geschlossen ist, wirddas wasser durch Maschinen ausgeschöpft. Soll das sckiff aus der nocke gelassenwerden, so nimmt man die Gewichte aus dem Ponton*), und alsdann steigt es, ver-möge des hydrostatischen Druckes, in die Höhe; das wasser strömt also unter das-selbe weg in die Docke, nach mafsgabe man die Gewichte wegnimmt, welches mitVorsicht geschehen mufs, damit nicht mit einmal der ström zu heftig wird. ZurVorsicht werden mehrere Fugen in die seitenmauren gemacht, damit wenn ein Pon-ton, während es eingesezt ist, schadhaft würde, ein zweytes eingesezt werden kön-ne. Auch wird auf diese weise der innere Dockenraum, nach der Gröfse des Schiffs,durch das Einsetzen der Pontons in die vordem oder hinteren Fugen, bestimmt,welches der Grundrifs der Docke zu Toulon t ..60. mit den Fugen 1. 2. 3. 4, deutlichzeigt. Unter allen Docken werden diejenigen in carlscrona die dauerhaftesten seyn,denn sie sind in einen Fels ausgehauen. Der Boden wird von Granithlöcken-in roz-zolane gemauert und die HaupLÖffnungen dieser Docken werden gleichfalls mit pon-tonthore geschlossen, welche aber mit wasser gefüllt werden, um sie zu senken.

*) Dasselbe kann auch mit Wasser gefüllt» und dann wieder leer gepumpt, werden» es ist aber wohl bes-ser es leer zu lassen» weil die Beschädigungen schneller ausgebessert werden kennen.