210
fängs, nicht rund herum geflossen seyn, und keine vollkommene Vereinigung stattgefunden haben. Um die nöthigen Vertiefungen in dem ßley für die Marmorblöckezur Verbindung der obem steine zu erhalten, wurden Ziegelsteine, von der gehöri-gen Gröfse und nicke , bey dem Ausgiessen in die Rinne gesetzt, und nachdem dasisley erhärtet war, hinweg genommen. Das Auseinanderweichen der Mauer durchden pruck der Decke zu verhindern, dazu wurde die Fläche, mit welcher sich dasGewölbe an die Mauer lehnte , nicht nach einer schrägen gegen den Mittelpunct desGewölbes laufenden Richtung abgekantet, sondern sie bildete mehrere horizontale Ab-sätze, wie aus Fig, 2. Tab, 52. erhellet, Hierbey wurde noch die Vorsicht gebraucht,die Decke auf zwey steinlagen ruhen zu lassen. Aus dem Anblick des citirten Durch-schnitts ergiebt sich, dafs die Decke, wofern -sie aus einem stück bestanden hätte,gar nicht seitwärts gegen die Mauer gedruckt haben würde. Um nun die gewölbtenecke diesem zustand möglichst zu nähern — bestand — der schlufsstein aus einemeinzigen stück , welches in der Mitte eine runde oefnung von 2 Fufs im Durchmes-ser , zum Durchschlupfen für einen Mann, auf den 4 seiten aber Schwalbenschwänzezur Verbindung der übrigen steine hatte. Aus Fig. ig. rab. 54. ist zu ersehen: wiedie einzelnen steine der Decke, vermittelst eines aufgeschlagenen Gerüstes, gesetztwurden. Zuerst wurde der Mittelpunctsstein, hierauf die äusseren umfangssteine unddann erst die dazwischen befindlichen steine gelegt. Als Smeaton mit dieser Arbeitbeschäftiget war, und sie gröfsten Theils vollendet hatte, erhielt er vom xrinityhausedie Nachricht, dafs kein Lieht vor Beendigung des Gebäudes aufgesteckt werden dürf-te. Somit wurde die Arbeit unterbrochen und für dieses Jahr beendiget.
$. 21Q* Die zur Vollendung des Baues abzweckenden Vorarbeiten des 4. Jah-res bestanden darin : dafs während im Frühjahr 175Q. die Arbeit auf der Werkstättezu Millbay rasch betrieben wurde , smeaton die nöthigen Zeichnungen zu dem Ge-länder des salcons , der Laterne und der Kuppel verfertigte. Er bestellte die dazuerforderlichen Eisen - Kupfer - und Glasarbeiten in London , Ein Optiker hatte, demTrinityhause den Vorschlag gethan: die einzelnen Glasscheiben der Laterne nach ku-gelsegmenten zu schleifen, welche zusammengesetzt eine Kugel von 15 Fufs im Durch-messer bildeten. Smeaton, der darüber befragt wurde, urtheilte richtig, dafs diefsunnöthige Kosten und Weitläufigkeiten verursachen würde, weil man doch nicht al-le Lichter genau in den Mittelpunct der Kugel würde setzen können, und den Schif-fern nur die parallel mit dem Horizont ausfahrenden Lichtstrahlen Nutzen bringenkönnten
Den 27. May meldete Herr Jessop, der den Felsen nach einem heftigen sturmbesucht hatte, dafs er zwar in dem Bau selbst alles unversehrt angetroffen; aber denan den Ankerketten befindlichen grofsen Schwimmer nicht mehr vorgefunden habe. Esmufsten, nach mehreren vergeblichen Bemühungen, die Anker wieder aufzufinden,abermals zwey neue Anker und Ketten verfertiget werden. Den 5. Julius landete die