hinweg. Ein umstand, der ohne zweifei darin seinen Grund hatte, dafs die Stäbenicht in die Mauer eingelassen waren.,,
„ Das in einer Laterne auf diese weise eingeschlossene Leuchtfeuer hat nun,ausser dem, dafs es auf grofsen Entfernungen sich erkennen, und mit wenig Anstren-gung für die Feuerwärter unterhalten läfst, noch den vortheil vor dem im preyenbrennenden Feuer voraus, dafs es nur die nälfte von Brennstoff erfordert, wozu nochKömmt, dafs die offenen Feuerhörbe, bey stürmischen Nächten, drey bis fünfmal soviel Kohlen als bey stillem wetter bedürfen , wo doch zu dem in der Laterne bren-nenden Feuer die nämliche Menge gebraucht wird. Die dänischen Leuchtfeuer erfor-dern in Einhundert vier und vierzig stunden eine Last Steinkohlen der befsten Gat-tung , die aus Schottland kommen. „
Der zweyte Brief vom 10. April 1802. enthält unter andern die Beschreibung ei-niger von dem Verfasser erbaueten Leuchtthürme, die ich hier gleichfalls in der ue-bersetzung mittheile.
22Ö. Beschreibung des neuchtthurm auf der in der ostsee liegenden InselBornholnn Fig. 1, und 3. xab. Ql.
„ Den ort zur Erbauung dieses Leuchtthurmes wählte ich , sagt der ChevalierLÖwenörn, auf der nordwestlichen Landspitze der Insel, auf einer Anhöhe, die dasLeuchtfeuer 272 dänische schuh über die Meeresfläche erhebt, und die von der aus-sersten Landspitze ungefähr J Meile landwärts gelegen ist. Dieses Leuchtfeuer kannwegen seiner Hohe von den Seefahrern in der Runde gesehen werden. Da es abersehr hoch steht, so irren sich diese in ihren Schätzungen oftmals, so dafs sie sichentweder davon zu weit entfernen, oder demselben zu nahe kommen, indem sievorzüglich der Insel deswegen sich nähern, weil das in deren Nähe befindliche Fahr-wasser günstig ist. Nicht selten entstehen aber hieraus grofse Nachtheile für die See-fahrt , und ich habe deswegen den Vorschlag gemacht, auf der äussersten Landspitzebey a S. den plan Fig. Ql. einen zweyten Leuchtthurm mit einem Lampenfeuer zu er-bauen , der den Seefahrern es erleichtern würde , die Entfernung von der Insel oderder gegenüber liegenden Küste Schwedens zu schätzen und das cap (a) zu umse-geln , wenn die Nächte dunkel sind, „
Die angeführten Zeichnungen sowohl, als die im vorigen mitgetheilte Beschreibungvon dem Bau und der construction der dortigen neuen Leuchtfeuer, machen eineweitläufige Erklärung von diesem Leuchtthurm überflüfsig.
Die Anhöhe, worauf der Thurm steht, wählte der H. v. LÖwenörn wahrschein-lich auch deswegen zum standpuncte, damit das Leuchtfeuer von allen seiten sicht-bar sey, und auf einer andern stelle vielleicht von der Anhöhe selbst, in einigenRichtungen, gedeckt werden konnte. Von der jetzigen Regierung Dänemarks , diebereits so viel zur Verbesserung der Schiffahrt gethan hat, würde sich gewifs erwar-ten lassen, dafs sie den zur Aufführung eines zweyten Leuchtthurms gcniachtea vor-