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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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§. 92. Bey der vorstehenden Einrammung der Grundpfähle des Landshuter-Wehreswovon einige unter dem pfeiler Nro. 6. (Tab. 101.) mit einem eisernenRammklotz, dessen Gewicht 1320 pfund betrug (auf den mann kommen 22 bis 24pfund) allein eingerammt wurden, ohne sie vorher mit einer leichtem Ramme bisauf eine gewisse Tiefe eingetrieben zu haben, welches mit den andern pfählengeschah, bestand der Grund aus festem Kies. Zu diesen Beobachtungen füge ichdie Bemerkung hinzu: dafs der Faschinenkörper, wodurch die pfähle geschlagenwurden, eine Dicke von acht schuh hatte, wefswegen den auch die pfähle anfäng-lich schnell einrückten. Da aber dieser Faschinenbau (man sehe die Beschreibungdes Wehres in der 8ten Abtheilung dieses Werkes) durch das darin sich gesetztemateriale und den darauf geschütteten lebendigen Kalk und Kiesel, jetzt zu einerfesten Masse geworden ist; so ist es eben so , als wenn die pfähle in den natürlichfesten Grund des Flusses stehen.

Die zeit, in welcher diese 8 Grundpfähle in dem festen Kiesboden der Isar eingerammt wurden, beträgt demnach neun stunden und fünf und vierzig Minuten;die zum Einrammen gebrauchte zeit drey stunden vier und vierzig Minuten, so,dafs sich diese zu jener beynahe wie 1 : 2,6l verhält. Wenn etwas an der Ramme.«der dem seil zu machen war, und mit der Verrückung der Ramm - Maschinen kannman im Ganzen rechnen, dafs sich die zeit des Kämmens zu der ganzen verwende-ten zeit wie 1 : 3 verhält, wenn die Arbeit sehr gut dirigirt wird; sonst aber wie1 : 5. Da man binnen einer Minute 50 Rammschläge machen lassen sollte: so wirdfür das ganze Manövre, und für die Verrückung der Ramme, dem pfahlsetzen undallen übrigen Hindernissen, zu 900 schlage die zeit von 30 . 3 = QO Minuten ge-rechnet werden können.

2. ) Auch diese bey dem Einrammen der Grundpfdhle dieses Wehres angestell-ten Beobachtungen, von denen ich bey der Beschreibung dieses Bauwerkes die Resul-tate mittheilen werde, zeigen, dafs die pfähle nach Aufsetzung des Knechtes, nichtmehr so gut einrückten, als wenn kein Knecht gebraucht wurde.

3. ) Diese Beobachtungen zeigen ferner: dafs bey dem Einrücken und derFallhöhe kein verhältnifs statt findet, welches irgend ein Gesetz begründen konnte,und dafs die pfähle bis zum stehen eingerammt sind.

$. 93* Die nachfolgenden Beobachtungen will ich von denen , welche bey demEinrammen der Grundpfähle des nafendammes zu Lindau angestellt sind, aufnehmen,wobey ich bemerke, dafs das Einrammen mit dem $. 66. beschriebenen hölzernen