einander liegenden Holzern gemacht werden , zu calfatern,' und mit heifsem schiffs-theer zu überstreichen, damit die Fugen kein wasser einnehmen, und das hoIz derFäulnifs widerstehe. Kurz der schleusenkörper mufs so dicht als möglich gemachtwerden; in welcher Hinsicht die bey Emden gebaute spiihl-schleuse Fig. 70 . 71 . und72 . iab. 8§. ein wahres Muster abgiebt. Die horizontal liegenden Planken oder Bai-ken sind auch zu diesem Behuf dergestalt aneinander zu stofsen, dafsJ —1_ sie keine durchlaufende Fuge machen, sondern die eine Planke a weiter
j als die nächst an sie stofsende b reicht.
§. 196. Die Anordnung der schleusenthore und ihre construction ist fiir den Bauder schleusen sehr wichtig: ich will demnach hierüber Folgendes vortragen, l) JedesSchleusenthor mufs so stark seyn, dafs es dem Druck des Wassers widersteht. 2) Eswerde so leicht als möglich geöffnet und geschlossen. 3) Es sey dichte, und lassebey den Anschlagständern fast kein wasser durch. •
1QT. Wenn man die construction der vorhandenen schleusenthore mit eini-ger Aufmerksamkeit betrachtet, so fällt die dabey obwaltende Verschiedenheit sehrauf: an einigen hat man viele Queerstreben und Riegel angebracht, wo doch beyandern die erstem gänzlich fehlen und von den letztem nur wenige angetroffenwerden *). Dafs dieselben unnöthig sind, zeigt also, selbst bey den gröfsten schleu-sen , die Erfahrung! Aus dieser entstehen in Hinsicht der stärke und Entfernung derzu den sehleusenthoren erforderlichen Baustücke, folgende Regeln. a) Die wende-säule erhalte 14 rinien zum Durchmesser auf jeden schuh , den der gesammte Flü-gel breit ist. b) Die Anschlagschwelle sey und der obere Riegel , die übrigensiege! kleiner, c) Diese letzten mögen, bey grofsen sehleusenthoren, auseinanderstehen: der erste Riegel von der Anschlagschwelle 30 zoll, und die übrigen Riegel,je nach der Gröfse des Flügels und der Austheilung der Riegelfelder, 6 bis 18 zollweiter auseinander; je näher die Felder dem obern Rahmstücke stehen, (wie diesdas schleusenthor von der schleuse de la sarre zu Havre Fig. 63. xab. 89. zeigt)desto größer sey der Abstand dieser Riegelhölzer. d) Da man den schleusendrem-peln § bis J der schleusenbreite zum Vorsprung giebt, so werden die zwo Anschla-geständer dergestalt abgekantet, dafs sie genau aneinander passen, und nur mit ei-ner kleinen Holzfläche sieh berühren, damit die -rhore leicht offen gehen, e) DiesesAbkanten mufs aber erst alsdann vollendet werden, wenn die Tbore eingehangensind, f) Das Gerippe eines Schleusenthores wird nach Aussen mit schräge stehendenBohlen, die mit der wendesäule einen Winkel von 39 Grad machen, beschlagen.Dieselben haben je nach der Gröfse des schleusenthores eine Dicke von 1 bis 2 \Zoll. Sie müssen in das Gerippe etwas eingelassen, und ihre Fugen gut ealfatert
Bey mehreren Sehleusenthoren sind die Streben sogar auf die niegel gesetzt, wodurch das Thor vornetibersackt. Eine Construction , die rig. 64, xab, 89. zeigt. Eben so nachtheilig ist das Holzgerippe derxhore an der Muyder-Schleuse gemacht.