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ein kleines Pferd. Hieraus geht hervor, dafs auch in diesem Betracht die Canal-Schifffahrt (auf hinreichend weiten Canälen) einen grofsen Vorzug vor der Flufs-schifffahrt hat, und dafs diese, je nachdem die Geschwindigkeit der Flüsse zunimmt,beschwerlicher wird, ist'jedem leicht begreiflich. Beträgt diese Geschwindigkeit mehrals sieben Schuh bey einem Wasserstande, wo die Schiffe durch die Brücken gehen,und die Ziehwege gebraucht werden können, so hält die Schifffahrt mit der Land-fracht nicht Rechnung; denn man mufs zu viele Pferde haben , den Krümmungendes Flusses nachgehen, und läuft Gefahr in einem solchen schnellen Strome zu ver-unglücken. Die Schifffahrt auf solchen schnellen Flüssen ist öfters unterbrochen,und auf Bergflüssen, die oft ihre Ufer übersteigen,, nicht rathsam : folglich müssenlängs denselben Canäle angelegt werden , wenn das Commerz die Unkosten ersetzt.Die zur Schifffahrt bequemsten Flüsse sind also die langsamsten, oder in denen Ebbeund Fluth statt findet, die über dem hohen Wasserstande hervorstehende uferlandehaben, und so breit sind, um mit vollen Segeln stromaufwärts zu fahren.
§. >35.. Bey der Bestimmung der canalbreite kömmt noch gar manches inUeberlegung zu nehmen., l) Wenn einige Haltungen des Canals wenig in das natür-liche Erdreich eingeschnitten werden, und zu den Aufdämmungen mehr Grund- oderErdmasse als jenes verhältnifs geben würde, erforderlich ist: so mufs die Breite undTiefe solcher Canalhaltungen so viel vergröfsert werden, als die zu den Canaldämmenerforderliche Grundmasse nothwendig macht; denn es ist kein absolutes Bedingnifs,wie einige Schriftsteller dafür halten, den Canal überall gleich breit und tief zu ma-chen; wodurch bey diesem Umstande für das Anfahren der entlegenen Dammerdeunnütze Kosten entstehen würden. 2) Ein ähnlicher Fall ereignet sich, wo der Canalzugleich eine gröfsere Menge Wassers aufnehmen mufs, als jenes Normal - verhältnifsder Breite des Canals zur Breite des Schiffes, nämlich wie 5 zu 1 , zuläfst: das istdaselbst, wo der Canal die von Maschinen aus den Entwässerungsgräben darin auf-gehobene Wassermasse, während diese in den nahen Flufs (wegen dessen hohenWasserständen) nicht auswässern kann, aufnehmen mufs.. Ein Fall, der bey vielenholländischen und niederländischen Canälen eintritt; daher dieselben eine gröfsereBreite haben, wie das Fünffache der Canalschiffe beträgt; 3) Eben dieser Fall trittbey manchem durch sumpfige Bezirke zu führenden Canal ein: weilderselbe zugleicheinen Abzugs-Canal bildet. Ferner findet derselbe Fall statt: wenn die Canalhaltungauch das Speise-Bassin bilden mufs. 4) Wo der Canal , wenn man ihm die gewöhn-liche Breite geben wollte, der Länge eines engen Thaies nach in Aufdämmungen ge-führt werden müfate , mag man, zur Ersparung dieser Dämme, des Canals - Breite ver-gröfsern , folglich das Thal bis zu den zwey Anhöhen bis zu der für die Schifffahrthinreichenden Tiefe ausheben, wie z. B. beym Canal von Trollhätta, in dem Ackers-thal, Tab. Q2 ., geschehen ist. Endlich ist 5) in Hinsicht des Flächenraums einerCanalhaltung dessen gröfsete Breite nothwendig , und dies findet, daselbst statt, wo.»
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