•dem Meere, wovon der eine der Canal von Vigueret und der andere Canal von Vigangegenannt wird; die fünf ersten können nur während dem niedrigen Stand des Flusseszur Entwässerung benutzt werden.
$. 139. Der eigentliche canal von Arles , welcher mit den zwey letztemEntwässerungs - Canälen in Verbindung steht, wurde schon von colbert in Anregunggebracht, und vauban untersuchte das Local. Im Jahre 12 der Republik kam dieseIdee aufs neue zur Sprache, und durch ihn sollte die-Schifffahrt auf der Rhone , un-terhalb Arles , und die Küstenschifffahrt bis nach dem Hafen von bouc vermiedenW'erden; zugleich sollte derselbe als Entwässerungs-Canal der Moräste dienen. DesIngenieurs sondin Project zufolge, sollte der Canal unterhalb Arles , bey Negobiau,anfangen; aber die vortbeilhafte Lage, welche die Einmündungs-schleuse bey Arles erhalten wird, die Lebhaftigkeit des Handels dieser Stadt, so wie zwey seichte hohestellen der Rhone, unterhalb Arles , bestimmten den General-inspector Dueros, derden definitiven Vorschlag entwarf, den Canal hey Arles selbst in den Flufs einmündenzu lassen. Diesem Projecte gemäfs wird derselbe in drey Haltungen getheilt werden,wovon die erste 2077 metres lang, von der Rhone durch die Einmündungs-Schleuseso viel Wasser als zur Schleusung erfordert wird, erhält; die zweyte (8850 metreslang) wird einen metre tiefer liegen, und die dritte 23000 metres lange Haltung sollmit dem Meere wagrecht stehen. Unmittelbar unter der Einmündung des Canals voncraponne soll die erste Schleuse oberhalb der robine Moncalade, die zweyte unddritte zwischen Negobiau und dem Mat von Galignan gelegt werden.
Die ersten zwey Canalhaltungen werden hauptsächlich ihr speisewasser ausdem Canal von vigneret, durch abgeleitete Rigolen , die, bey ihrem Eintritt in denCanal, mit schützen versehen werden, beziehen. In die erste Haltung wird nur daszur Speisung nöthige Wasser geführt, das übrige aus den Morästen kommende aberin die zweyte Haltung, vermittelst einer Rigole, geleitet werden. Zur unschädlichenAbleitung dieses, in die zweyte Haltung strömenden, Wassers soll die dritte Schleusebreite Umläufe, und ihre Thorflügel Schütze erhalten. Die Seitenmauern der Ein-mündungs-Schleuse bey der Rhone werden einen metre über den höchsten standdieses Flusses aufgeführt; an dieselben sollen sich Dämme anschliefsen , wovon dereine längs dem Canal bis zum Hafen von Bouc gehen wird, und dieser, die Hochge-wässer der Rhone übersteigende Damm soll mit den schleusenwänden gleiche Hoheerhalten. Alle Schleusen bekommen eine weite von 7 metres 40 centimetres, und38 metres Länge, von einem Drempel zum andern. Der Canal wird von Arles , nahevor Beine vorbey, dann rechts an den Teichen von Ligagneau und Laadre bis zurSpitze von Lanson und durch den Teich von Galegeon gehen, ferner den Teich vonFond südlich lassend, den Graben von Bordigue kreutzend längs dem Meeresstrandefortlaufen, über den Canal du Roi gehen, und ohnweit desselben sich bey Bouc indas Meer einmünden. An dieser Einmündung will man, dem Vorschlag des ingeni-