des Marchflusses directe entgegen. Bey der Anschwellung des einen Flusses jnufsdaher der die geringste wassermenge führende in seinem Laufe retardirt werden,und wenn beyde Flüsse anschwellen, mufs der geringere Strom zurückstauen, mithinder minder vermögende aus seinen ufem treten. Fast eben so nachtheilig ist dieVereinigung des Taja - Flusses mit der march und jene einiger anderer nurkleiner Bäche. Alle diese Nebenflüsse und Bäche verursachen daher , weil ihr Ab-flufs gehemmt wird, Ueberschwemmungen, die sieh in das Land weit ausbreiten.5) Die von den angeführten Ursachen hervorgebrachten Hochgewässer werden durchden umstand, dafs die Flufsgegenden und die Ufer des Marchflusses sehr niedrigliegen, indem sie nur 3 bis 6, wenige strecken 8 Schub über den niedrigsten was-serstand hervorragen, da doch die Ueberschwemmungen 7 bis 10 Schuh über den-selben steigen, noch naehtheiliger, Hiezu kömmt: dafs es fast gänzlich an Dämmenfehlt, und so ist es denn kein Wunder, dafs die uferlande in einem Bezirk von AchtQuadratmeilen, zwey bis 7 •§• Schuh hoch jährlich mehrmahlen überschwemmt wordensind. 6) Da die Bahn des Marchflusses unterhalb Neudorf, ohnweit der Donau , dieihr zukommende Breite mehr als um das Doppelte übersteigt, so führt die hohe Do-nau eine doppelte Wassermenge in denselben, mithin treten die Ueberschwemmungenbey marchek weit hinauf, dauren länger und sind höher, als wenn diese weite Bahnnicht statt hätte. 7) Endlich entbehrt der marchßufs, so wie alle diejenigen Flüsse,welche sich in ihn ergiefsen, der Kunstpflege gänzlich. Er wird, so wie diese letz-
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tern blos als ein Mühlbach benutzt, und alles ist den von allem hydrotechnischenKäthe ontblöfsten Flufsanwohnern, so wie dem Eigennutz der MÜhlbesitzer oder Mül-ler überlassen. In dessen Bette liegen überall, wo Waldungen sind, Stöcke, .unddasselbe ist von Sandanlagen, Inseln und durch den Flufs gehenden und desseu Ver-sandung befördernden rischer - zäunen , versperrt,
§* 2l6, Werden diese Thatsachen erwogen: so ist es kein Wunder, dafsdieser von der Natur gleichsam zur wasserstrafse , zwischen Gallizien , Schlesien >Ungarn , Mahren und jrien , ja zwischen der ostsee und dem Adriatischen Meere ’bestimmte Flufs nicht schiffbahr ist! Zu der Schiffbahrmachung des Marchflussesist bis jetzt fast nichts geschehen , und die sogenannte Schifffahrts - schleuse beyGoedingen, Fig. 5. iah. Ql .ist sowohl ihrer Lage, als ihrer Construetion nach,gänzlich unbrauchbar. Der Flufs ist unter diesem Dorfe mit viel Stöcken verlegt;gemachte Treppel - oder ziehwege sind keine, da doch ohne dieselben eine Flufsfahrtnicht Kechnung mit der Landfahrt hält. So ist es also bey der oben allgemein auf-gestellten Beschaffenheit des Marchflusses nicht auffallend : dafs die Gegenden an derMarch, Taja und Bedzwa jährlich mehrmahlen, ja selbst in den Korn- und Heuernd-ten überschwemmt werden; dafs zuweilen der dadurch verursachte schaden in einemJahre auf mehrere Hundert Tausend Gulden berechnet wurde,, welches actenmäftig
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