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majore pascimur, prcesertim animo interim quam maximetranquillo et securo, et jucundissima amicorum societate,comitate, colloquiis exhilnrato, quis non summam hacin re voluptatem ponat ? “ >) In diesem und anderenJahren besuchte er die Gebirge von Glarus , im J. 1555mit mehreren Freunden, den Pilatus ; im J. 1561 reisteer nach den Bädern von Bormio und sah noch andereTheile von Bünden. Zuweilen wurden auch grössere Reisenunternommen. Mit dem Buchdrucker Froschauer ginger 1543 auf die Messe nach Frankfurt ; im Sommer 1544besuchte er Venedig ; auf eine Einladung des Grafen Fuggerhin reiste er 1545 nach Augsburg . Es halte nun auch seineLage sich verbessert, da er, auf Verwenden Bullingers,1558, eine Chorherrenstelle erhalten hatte. Er legte ausser-halb der Stadt einen botanischen Garten an, den ersten in derSchweiz ; er kaufte sich ein Haus und liess darin einen Saalzu einem naturhislorischen Museum einrichten; auf den ge-malten Fenstern waren Fische und andere Seethiere darge-stellt; er sandte auf seine Kosten junge Leute in die Alpen zum Sammeln von Pflanzen. Leider sollte diese grosse wissen-schaftliche Thätigkeit nicht lange dauern. Durch wiederholteEuren in Baden und Bormio halle er seine von je herschwache Gesundheit aufrecht erhalten, als er 1565 an derdamals in Zürich herrschenden Pest starb.
Die reichen naturhistorischen Sammlungen kamen nachseinem Tode an das .Museum von Felix P later in Basel. *)
Die von G. hintcriassenen Werke sind sehr zahlreichund zeugen von seinem unermüdlichen Fleiss. Viele sindbibliographischen, philologischen, medicinischen, oder all-gemein naturwissenschaftlichen Inhalts und ohne nähere Be-ziehung auf die Schweiz . G., obgleich voll Anhänglichkeitan sein Vaterland, w'ar mehr für allgemeine, als für speciell