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freundet, doch berührt ihr brieflicher Verkehr vorzugsweisemedicinische Fragen.
Gregor Mangold (geh. 1493) in Conslanz hatteein kleines Buch über die Fische des Bodensee’s geschrieben:Fischbuch von der Natur und Eigenschaft der Fische, in-sonderheit deren so gefangen werden im Bodensee , Zürich i557, dessen Druck durch C. Gessner veranstaltet wurde. 1 )Mangold , ans einer auch in Zürich verbiirgerten Familie,bekannte sich zum reformirteu Glauben, und war auch Ver-fasser zahlreicher historischer Werke. Das Fischbuch bildeteinen Thcil seines, Manuscript gebliebenen Chronicon Ger -manicum urbis Constanlinensis, geschrieben i. J. 15\8,worin eine vollständige Topographie und Naturgeschichtedes Bodensee’s enthalten ist. Das Todesjahr Mangolds istunbekannt; er lebte noch 1576. 2 )
Aus den Gebirgen von Glarus erhielt G. seltene Pflan-zen durch den fiir die Reformation in seinem Canton eifrigbemühten Pfarrer Fridolin Brunner , aus denjenigenvon Bünden durch den Pfarrer Joh. Fabrioius (1527—1566) in Chur . Der letztere besonders war mit G. engebefreundet und liess zum Theil die auf seinen botanischenGebirgsreisen gesammelten Pflanzen für G. auf seine Kostenzeichnen, was dieser jedoch nicht länger zugeben wollte.Fabricius war gebürtig aus Bergheim im Eisass und be-kleidete vorher eine Lehrstelle in Zürich . Nebst einer be-trächtlichen Anzahl theologischer Werke schrieb er eineFlora des Calanda bei Chur , Galandce montis , Ion ge allis-sirni qui ditionis est Bhcetorum inter Ilelcetos stirpium enu-meralio, welche 1561 von Gessner als Anhang zu denWerken des Valerius Cordus herausgegeb n wurde. Er über-lebte seinen Freund G. nur um. ein Jahr.
') Hartmann, helvet. Iclith)'ologie, 1827, pag. 23.
2 ) Haller, Schw. Bibi. IV.