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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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BERN .

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Und so die Zeit der drei MonatAbgelaufen und ihr Ende hat >

Dass man das Vieh treibt aus der Alp ,

So ruhet dieser Brunnen bald

Und klimmt nit bis im Brachmonat.

Die Eigenschaft der Brunnen hatSo minderbar ist Gottes Hand ,

Durch dess' Gexralt wir Berq bestand,Voll seiner Gilt sind Berg und Thal.Das man kann merken überall.

So ists nichts Neues , dass BrunnenflussSich änderen zun Zeiten gtcvss ,

Wie IHinius schreibt schiin darvon

Der den Rebmann befreundete Fabricius Hildanus ,oder Wilhelm Fabricius von Hilden bei Cüln a. Rh. (1560-1634), hatte in Cöln studirt, dann Frankreich und andereLänder bereist, in Lausanne unter dem berühmten ChirurgenGriffon gearbeitet, und war, als Arzt und Chirurg, so wieauch durch seine medicinischen Schriften zu grossem Rufe ge-langt. Ehe er in Bern sich niederliess, hatte er 9 Jahre inPayerne practicirt. Um die schweizerische Naturkunde machteer sich verdient durch eine Schrift über Pfäfers , De thermisFabariensibus seu Fiperinis in lihwlia, in zwei Briefen adCroquervm , i623 und 1626. Die Gegend und das Bad sinddurch zwei Kupferstiche dargestellt. Etwas später erschienvon ihm eine Beschreibung der Bäder von Leuk : Consiliumin qm de conservanda Yaletudine, item de Thermis Val -lesianis, 1629.

21. Die übrige Schweiz .

ln Genf finden wir während des XVI. und eines grossenTheils des XV11. Jahrhunderts die Literarische Thätigkeit

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