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von der Naturwissenschaft abgezogen und fast ausschliesslichim Dienste der Theologie und Philologie. Unter dem Einflussvon Calvin und Theodor von Beza war Genf derMittelpunkt aller protestantischen Kirchen Frankreichs , derNiederlande und Schottlands geworden und mit ernstem Eiferbemüht, sich dieses Vorrangs würdig zu erweisen. Unterden vielen durch Geist und Gelehrsamkeit ausgezeichnetenFremden, die, in Folge der Keligionsslreiligkeiten, in Genf ,vorübergehend oder dauernd, ihren Aufenthalt nahmen, warebenfalls jene Richtung ihrer Studien vorherrschend. Diehohen Verdienste der in Genf eingebürgerten Robertund Henri Etiennc um die Herausgabe der Classikerund die Kennlniss der alten Sprachen, der Ruhm, den sichCas’aubon, der Schwiegersohn von Henri Elieune, er-warb, führten viele hoher begabte und strebsame Genfer derPhilologie zu. Auch die Lehranstalten begünstigten hier, wieüberall in jenen Zeiten, das starke Uebergewicht derErudition und Scholastik über die inductive Forschung, derBiichergelehrsamkeit über das Befragen der Natur. Schonim XIV. Jahrhundert soll der Kaiser Carl IV. (f 1378),der auch die Universitäten Prag und Wien stiftete, Genf dieStiftungsurkunde einer Universität angetrageu haben '). ImAnfang des XV. Jalirh. wollte der Cardinal de Brogny die Stadt mit einer Universität beschenken. Die Bürgerscheuten jedoch das damals rohe und oft rebellische Slu-dentenwesen und begnügten sich mit der allen Schule. Auchals, 1559, diese durch Calvin zu einer Akademie er-weitert wurde, blieb diese beschränkt auf die Sprachen,Philosophie und Theologie. Sechs Jahre später wurden zweiLehrstellen des Rechts beigefugt; aber die Medicin, die zujener Zeit die feste Stutze der Naturwissenschaft war, bliebausgeschlossen. Ein reger Sinn und Lust zu gelehrten Stu-