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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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DRITTES BUCH.

(1601-1691) aus Fulda , zuletzt Professor am Collegio Ko-mano, dem er ein reiches Naturaliencabinet hinterliess, hattein seinem Mundus subterraneus, 1078, die Probleme derQuellen, der Yulcane und andere Fragen der PhysikalischenGeographie zu lösen versucht.

In enger Verbindung mit der Physik der Erde standenFragen über den Ursprung der Gebirge und die Einstellungder Erde, aus deren übereilter und auf phantastischemGrunde versuchter Lösung sich in späterer Zeit die Geologieentwickelt hat. ln Italien hatte Stenon richtige, auf Be-obachtungen in Toscana gestiitzte Ansichten bekannt ge-macht; durch Descartes und die theologisirenden Eng-länder Burnet (1635-1715), Woodward (1665-1722)und Whiston C1667-1752) wurde aber der Gegenstandins Gebiet der Spekulation gezogen, und auch Leibnitz in seiner kleinen Vrutuijcea , 1749, theilt zwar neue Tliat-saehen mit, stutzt aber die Erklärung nicht auf diese undschliesst sich eher an Descartes an.

Man übersah unter cosmoiogischen Streitigkeiten, dasseine Theorie der Gebirge und des festen Flrdbodens von derKenntniss der Felsarten ausgehen müsse. Die Mineralogieblieb auf dem Standpunkte, den die Schriftsteller der Re-forinationszeit ihr gegeben hatten. Die Chemie hatte Mühe,sich von der Mystik des Paracelsus und der Alchemistenzu befreien und, durch lioyle, Becher (1635-1682) undStahl (1660-1734) sich zu wissenschaftlicher Klarheit zuerheben. Nur die Kenntniss der Petrefacten machte Fort-schritte. Die Entstehung der Petrefacten als Naturspiele, oderdurch eine besondere Vis plastica, oder aus im Boden lie-genden Samen, fand zwar ihre Yertheidiger während desganzen Jahrhunderts. Fis huldigten diesen Ansichten Ath.Kircher, Dr. Plot (1640 1696), Fldward L1 uyd(1660-1709), und auch der um die Kenntniss der Mol-lusken wohlverdiente Arzt Martin List er (1638-1711).