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von Paris gleich 6°, 28' angegeben ist, und einer längerenReihe von Kalendern; in Biel Jacob Rosius (1598-1676)Schulmeister daselbst, bekannt durch seinen noch fortwäh-rend erscheinenden Kalender. Der berühmteste schweizerischeAstronom dieses Jahrhunderts war der Jesuit Johann Baptist Cysat (1586-1657) Sohn des StadtschreibersRenn ward Cysat von Luzern (p. 132), Schüler und Nach-folger des Astronomen Scheiner zu Ingolstadt , einer derfrühsten und glücklichsten Beobachter mit Fernrohren, ver-dient durch seine Beobachtungen des Comelen von 1618 1 ).
Dass diese Männer auch mit der reinen Mathematik gutbefreundet sein mussten, versteht sich von selbst. Auchergibt sich von anderer Seite her. dass man anfieng, dieserWissenschaft, die bisher im Schulunterricht auf die gemeineRichenkunst beschränkt geblieben war, mehr Aufmerksam-keit und Achtung zu schenken. Die zwar etwas späte Er-richtung eines besonderen Lehrstuhls in Sehaffhausen bliebnicht vereinzelt, hatte jedoch nicht überall denselben Erfolg.In Zürich bestand seit der Reformation an den höherenSchulen ein Lehrstuhl für Naturwissenschaften und Mathe-matik, der meist einem Med. Dr. anvertraut war; die Ma-thematik scheint aber stets eine sehr untergeordnete Bollegespielt zu haben. In Bern liess man die in der Schulord-nung von 1616 anbefohlene Errichtung einer Professorstellefür Mathematik unbeachtet, und in der Schulordnung von1676 wurde sie weggelassen. Aus besonderer Neigungwidmeie sich Rudolf von Gra ffenried (1584-1648),später Landvogt in Unter-een, der Mathematik und liess1619, in einem stärkt n Quartband , eine Anleitung zur Arith-metik erscheinen. 2 ) ln Lausanne war der Lehrstuhl desProfessor ariium, der die ganze philosophische Facultät
') Ueber alle fünf Wolf, Biographien I.9 Wolf, Biogr. I.