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DRITTES BICH.
unserer Universitäten vertreten sollte, meist unbesetzt ge-blieben, und in späteren Ueglementen, 1640, 1670, ist der-selbe ausgefallen. Die Mathematik war 1620 durch einenHonorarprofessor, Pierre Jen in, vertreten, der sich mitChronologie und dem Kalender beschäftigt hatte, etwasspäter, in gleicher Stellung, durch einen Schullehrer Chi-rouse. Von beiden weiss man nicht, ob sie wirklich ge-lesen haben 1 ), ln Genf wurde erst 1724 die Mathematikeinem besonderen Professor übertragen 2 ). In Basel dagegenbegann mit Jacob Bernoulli (1654-1705) und seinemBruder Johann Bernoulli (1667-1748) eine Schule vonMathematikern, der wir vorzugsweise die gegenwärtige Höhedieser Wissenschaft und der mathemalischen Physik ver-danken. Jacob Bernoulli hatte, neben seinen theologi-schen Berufsludien, sich durch Privatarbeit für Mathematikausgebildet und trat später in Verbindung mit Leibnitz undden ersten Gelehrten seiner Zeit. Im Jahr 1687 erhielt erin Basel den Lehrstuhl der Mathematik, nachdem er mehrereJahre, seit seiner Buckkehr aus Frankreich , England undDeutschland , stark besuchte Vorträge über Experimental-physik gehalten hatte, die zuerst bei uns die Naturlehre derScholastik aus dem höheren Unterricht verdrängten. Durchihn wurde sein jüngerer Bruder, der sich der Handlungwidmen sollte, in die Mathematik eingeführt, worin er auchbald seinen Lehrer an Fruchtbarkeit und Genialität, nichtaber an Tiefe und Gründlichkeit ubertraf. Nach einem längerenAufenthalte in Genf und Paris kehrte Johann B. nach Basel zuruck, wurde, 1695, Professor in Groningen und, nachdem Tode seines Bruders, 1705, Professor in Basel .
Es begann indess, besonders gegen das Ende des Jahr-hunderts, in der französischen Schweiz der wissenschafl-
l ) Oindroz, hist, de l’iiistr. publique.
Scnebier, hist. litt. I.