KARTEN.
153
von Bern , 1038, die andere von Albrecht Zollingervon Bern , V. D. M., 1684, in kleinem Massstabe, sind ohnebesonderes Verdienst.
Franz Peter Von der Weid, Rathsherr, gab eineKarte des Cantons Freiburg, Inciyti Cantonis Friburgensistabula , 1668, heraus, welche in Bezug auf Genauigkeitkeinen schlechten Eindruck macht. Das Gebirge ist nachder alten Manier gezeichnet und hat keine Namen, die Aus-führung ist nicht angenehm. Der Massslab ist ungefähr1 : 130,000 der w. Gr.
Sehr selten ist die von Haller angeführte Carte du Bal-livage de Lausanne , 1678, von G. le Giere. Sie ist3'/ 2 Fuss lang und fast 5 Fuss breit und enthält sehr vielEinzelheiten. Der Massstab mag etwa 1 : 15000 der w. Gr.sein.
Als eine genaue Arbeit gilt Das Schaffhausergebiet,samt den Grenzen und umliegenden Orten, 4 Blatter, 1685,von Heinr. Peyer. Eine neue Ausgabe erschien 1747 inZürich .
Vom Luzernergebiet war noch aus früherer Zeit eineMappa topographica Lucernensis territorii vorhanden, dieein Joh. Heinr. Wägmann aus Zürich , Maler und Ma-thematiker, der sich in Luzern niedergelassen haben undam Ende des XVI. Jahrhunderts gestorben sein soll, ver-fertigt hatteWeit richtiger soll, nach Balthasar, eineandere grosse Karte des Luzernergebiets sein von einem,wie es scheint, sonst unbekannten Matthias Reyz, 1691.
Am nächsten an Verdienst steht der Gyger’schen Kartedie, allerdings spätere und ein weit kleineres Gebiet um-fassende Carte geographique de la Soucerainele de Neuf-chätel et Vallengin en Suisse, 1694, par David Fran-gois de Merveilleux, 2 Blätter fol. Die Höhe beträgt
*) E. v. Haller und Balthasar, Mus. Vir. Luc.