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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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TOPOGRAPHIE.

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Krümmlingen und (Jinrisson der Natur zu folgen. Die Dar-stellung der Ortschaften und Gebirge folgte aber immernoch, statt der Yogelperspectivc, der Annahme, dass dasAuge in der Fläche des Landes liege, und in Bezug aufGrösse und Gestalt ubcrliess man sich der freisten Willkür.Das Gebirgsland erscheint als ein Aggregat isolirter, voneinander getrennter Berge, wie ein mit Maulwurfhaufen be-deckter Acker, und erst gegen das Ende des Jahrhundertszeigt sich auf den Gyger'schen Karten das Bestreben, auchhierin sich der Natur zu nähern. De Merveilleux halte selbstdie verhällnissmässig einfachen Terrainschwankungen vonNeuchälel nicht bemeistern können; in den Alpen war vol-lends nicht einmal an eine schwache Annäherung zu denken.Um Gebirgsnamen kümmerte sich Niemand, sie fehlen überallbis auf wenige Ausnahmen. Offenbar war der Nutzen, dendie Naturwissenschaft aus so unvollkommenen Karten ziehenkonnte, ein sehr beschränkter.

25. Topographie.

Die unbefriedigenden Leistungen der Kartenzeichnungerzeugten Versuche, durch topographische Beschreibung dielandschaftlichen Darstellungen zu ersetzen oder zu ergänzen.Je nach dem Standpunkte der Verfasser ist die Haltungdieser Topographien eine pittoresk-poetische, oder sie tretennäher ein auf die natürliche Beschaffenheit, auf die in derGegend vorkommenden Mineralien, Pflanzen und Thiere, oderes sind erste Versuche einer Statistik.

Zu der ersten Classe gehört das auf p. 138 erwähnteKupferwerk von Matth. Merian, Topographia Helvetiw,Rhtelue et Yallesue, 16i-2 fol., mit erläuterndem Text vonMart. Zeiler. Die vielen und gut ausgeführten Ansichtenvon Städten, Schlössern, Landschaften u. s. w. verschafften