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DRITTES BUCH.
Obgleich mehr antiquarischen Inhalts, sind auch intopographischer Beziehung die Arbeiten von G u il li ma nn >)und P lan I.in*) nicht unerwähnt zu lassen.— Guillimann,De rebus Heloetiorum , 1598, ist rein historisch, aber fürdie Zustände unter den Römern und im Mittelalter, und zurErklärung der Ueberreste und Namen aus der alten Zeiteine wichtige Autorität. — Das Buch von Plant in, Hel-vetia antiqua et nova, 1656, und, in späterer Ausgabe,1737, ist kürzer, tritt aber weit mehr ein auf die natürlicheBeschaffenheit des Landes, und mehrere Bemerkungen kom-men hier zuerst vor. So' wird, nach einer mir nicht be-kannten Schrift von l)r. Med. Frey, Atlmir. Galt., als VentusMeridionalis der Föhn beschrieben und sein von dem Nord-wund verschiedener Charakter hervorgehoben. Ueber denJura, besonders den waadtländischen, wird näher einge-treten; z. B. des Ursprungs der Orbe aus dem Lac de Joux erwähnt. Dass die Ivrystalle hart gefrornes Eis seien, wirdfestgehalten, auch, nach Simler, dass im Wallis Kalk ausSteinkohlen gebrannt werde. Es werden die Schwalbensteine
') Franciscus Guillimanus oder Vuillemain (f 1612, n. A.1623) von Romont im C. Freiburg, Lehrer in Solothurn und1591 in das dortige Bürgerrecht aufgenominen, später Professorder Geschichte zu Freiburg im Breisgau.
2 )Joli. Baptist Plantin (1621—1700) war der Sohn einesSchullehrers in Lausanne , trat 1618 in den geistlichen Standund vertrat succcssive geistliche oder Lehrerstellen in Aigle ,Chätcau-d’Ocx, Savigny , Lausanne . In letzterer Stadt, wo eran der Schule arbeitete, hielt er auch öffentliche Vorträge überGeschichte. S. Gindroz, hist, de l'Instr. publ. Append. —Die Tradition erzählt, er habe im Pfarrhaus von Cliäteau-d’Oexeinen Hasen, eine Gans und ein Murmelthier gehalten, jedenSommer die Alpen des Pays d’Enhaut durchstöbert und Mine-ralien zurückgebracht. In seinem Garten pilanzte er in- undausländische Gewächse, von welchen einige, den Alpen fremde,sich in diesem Tliale erhalten zu haben scheinen. S. Bridel,naiss. et progres des sc. nat. Fcuille du C. de Vaud, IX. t