TOPOGRAPHIE.
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vom Berge Doronaz bei Saanen und aus derselben Gegendschwarze Feuersteine angeführt. Aus den Alpen werden neueNamen genannt, wie Dent du Midi und Dent de Mordes,Albis etc. Der Ursprung der Quellen aus dem Meere wirdbestritten, und von vielen die Entstehung aus dem Regenund dem Schmelzen des Eises angenommen. Unter denMineralwassern werden auch die Salzquellen von Panex,Bex, Etivaz , das Schwefelwasser von Lalliaz und Chermay(Schwarzsee?), die Quellen von Fideris , Alveneu, S. Mar-tino beschrieben.
Viele Beiträge über die Waadt und den waadlländischenJura verdankte Plantin dem fleissigen Emanuel Herr mann , bernischer Generalcommissär, d. h. Verwalter derLehensverhältnisse der Waadt und später, 1658, Landvogtvon Saanen . Er war ein gründlicher Kenner des bernisehenLehenwesens, besonders der französischen Aemter, und hatVieles gesammelt, das ungedruckt geblieben ist; so, eineallgemeine Topographie des Canlons, eine Beschreibung desSimmenthals, der Diöcese von Lausanne , von Laupen , Insu. s. w. Die auf der hiesigen Bibliothek aufbewahrten Manu-scripte enthalten keine naturwissenschaftlichen Angaben, dieTopographie ist nur vom statistischen und historischen Stand-punkte aufgefasst.
Auch in Glarus zeigte sich Interesse für bessere Lan-dcskenntniss. Heinrich Pfcndler, Pfarrer in Schwanden,gab eine Gründliche Beschreibung der hohen Berge deslöbl. Orts und Landes Glarus , sammt der darauf befind-lichen Fruchtbarkeit, wilden Thieren und anderen Wunder-dingen, 1670. Allein schon E. v. Haller urtheilt, dieseSchrift habe, wie viele andere, ihren Werth nur durch ihreSeltenheit erhalten. Sie ist eine in Prediglform gehalteneLobrede auf die Lieblichkeit und den Nutzen der Gebirge,die an C. Gessners Brief an Avienus erinnert, an Form undGedanken aber weit zurücksteht. Neben vielen Citalen aus
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