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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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BADESCmUFTEN.

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als durch Errichtung von Bade- und Trinkanstalten derGebrauch erleichtert worden war. Plinius *) wusste, dassauf den hohen Alpen heisse Quellen Vorkommen, und meintedamit vielleicht Bormio , oder das dem Comcrsee nochnäher liegende Masino bei S. M artino. Dass Baden beiZürich und Yverdun den Römern bekannt waren, geht ausden daselbst gefundenen Ueberreslen und Münzen hervor.Die Entdeckung der Quelle von Pfäfers fällt ins XI., der-jenigen von Leuk ins XII. Jahrhundert. Paracelsus schrieb, im Anfang des XVI. Jahrhunderts, über Pfäfers und St. Moritz . Stumpf, gegen die Mitte dieses Jahrh.,kennt A lve neu , Baden, Brieg , Fideris , Pfäfers ,Bormio ; Campeil fugt noch Tarasp hinzu. Der FreundC. Gessners, Collinus, beschreibt mehrere, z. Th. jetztwenig bekannte Quellen im Wallis und in der Waadt . DieSalzquelle bei Panex, oberhalb Aigle, und Aux Fon-demen ts, oberhalb Bex, müssen schon im XV. Jahrhundertbekannt gewesen sein * 2 ), doch kam das Salzwerk erst imfolgenden Jahrhundert, durch Thormann von Bern, inBetrieb; von dieser Familie ging es, 1684, durch Kauf andie Regierung über.

Mit der zunehmenden Leichtigkeit, Bücher durch denDruck bekannt werden zu lassen, und der Vermehrungwissenschaftlich gebildeter Aerzle bildete sich auch in derSchweiz eine besondere Badelitteratur aus, die sich denallgemeineren Topographien anschloss, obgleich das medi-cinische Interesse sehr vorherrschend, in der Mehrzahl sogarausschliesslich berücksichtigt blieb.

Im Laufe des XVII. Jahrh. schrieben FabriciusHildanusüber Pfäfers und Leuk , Job. Guler vonWyneck und Bawierüber Fideris , Saluz über Ganey, Matth. Hirzgartner

') H. N. II, 103.

2 ) Haller, Besehr. der Salzwerke, 1765.