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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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NATUREREIGNISSE.

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Bergbau ihren Reichlhum verdankt haben. In den letztenTagen des August waren lang anhaltende starke Regen ge-fallen. Am Tage des Bergsturzes soll ein Bauer, der amConto, dessen schroff abfallender, von vielen Lavezgrubendurchwühlter Nordabhang den Flecken bedrohte, den Boden,auf dem er eine Tanne fällen wollte, in Bewegung sah,umsonst die Einwohner gewarnt haben. Abends 5 Uhr er-folgte ein erster kleiner Sturz und wenige Stunden später,nach Aussage eines auf einer Alp befindlichen Weibes, beinahplötzlich, der Hauptsturz. In Chiavenna wurde ein donner-artiges Getöse gehört und der vorher helle Himmel, beischönem Mondschein, wurde durch den Staub ganz ver-dunkelt.

Die älteste Nachricht von diesem Ereigniss scheint dievon Scheuchzer aufbewahrte Erschrükenliche Zeitung u.s.w.von Bart hol. Anhorn, Pfarrer zu Meyenfeld, ist abersehr kurz. Die Hauptschrift ist die Descrizione della lagri-mevole eversione di Piuro con l'annotazione quäl giä fussee come ora si ritroci, Bergamo 1619, 4°, da BenedettoParavicino. Nähere Angaben über die Steinarten derTrümmer und über die Ursachen des Bergsturzes lassen sichaus jener Zeit nicht erwarten. Der hohe Trümmerhaufen,unter welchem Plurs begraben liegt, ist längst mit Kasla-nienwaldung bewachsen, die Trümmer bestehen, so viel dieVegetation zu sehen gestattet, aus Hornblendgesteinen,Chloritschiefer und Topfstein.

Auch andere Ereignisse fanden flcissige Beobachter undwurden, zu späterer Benutzung, aufgezeichnet.

Joh. Georg Gross (f 16313 Pfarrer zu St. Peter inBasel , gab heraus: Basler Erdbeben, so sich innerhalbsechshundert Jahren in und um die Sladt und LandschaftBasel erzeigt haben, 1614. Von analogem Inhalt, aber