NATURGESCHICIITE.
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28. Naturgeschichte.
Von der mächtig eingreifenden Energie, welche im vo-rigen Jahrhundert der Schweiz , erst durch C. Gessner, danndurch die Bauhin, die Hegemonie in der Naturgeschichteerworben hatte, zeigten sich nur schwache Nachwirkungen,die sich meist auf das Sammeln und Zusainmenstelleu frü-herer Arbeiten beschränkten.
Im Anfang des Jahrhunderts schrieb in Bern DanielRhagor (f 1648) Landvogt zu Thorberg, seinen Pflanzen-garten, oder gründlichen Bericht, wie der Obstgarten,Krautgarten und Weingarten wohl anzubauen sei, 1639,ein Buch, das lange in Ansehen stand und vier spätereAusgaben erlebte. Obgleich nicht von rein wissenschaftlicherTendenz, enthält die Arbeit doch schätzbare, auf eigenerBeobachtung beruhende Notizen über das Klima von Bern ,den Einfluss des Mondes auf die Vegetation u. s. w.
ln Zürich erschien eine Schrift über den Tabak vonJ. J. Ziegler, M. D.') Von dem gar heilsamen Wund-kraute Nicotiana , 1616.
Einen ernsteren Beobachter fand, in der zweiten Hälftedes Jahrhunderts, die Naturgeschichte in dem berühmtenArzt Joh. von Mur alt 2 ). Auf vielen Alpenreisen sam-melte er Pflanzen, in Toggenburg, bei Einsiedeln , am Pilatus,Gotthard , Lucmanier u. s. w. Mehrere Arten wurden durch
') Joh. Jac. Ziegler (1591—1670) Med. D., Zunftmeister. Dergleichnamige J. J. Ziegler, der über verschiedene Bäder ge-schrieben hat, war sein dritter Sohn und starb 1683.
J ) Joh. v. Muralt (1646—1733) D. Med., studirte in Basel ,Leyden , England, dann Stadtarzt in Zürich , Professor der Physikund Mathematik, Chorherr, Mitglied der Acad. Nat. Cur. undVerfasser vieler medicinisclier Schriften.