CYSAT. ESCHER. COTTA. FATIO.
175
künstlich gerundet, was aus der feingeaderten, wie chagri-nirten Oberfläche sich ergibt, wird von Stahl nicht geritzt,ist daher wahrscheinlich quarzartig, und trägt offenbar künst-lich aufgetragene, obgleich ebenfalls nicht ritzbare oderabzukratzende Farben. Die Epoche des Falls setzt E., nachDocumenten auf Pergament mit Siegeln, die bei dem Steinliegen, in das Jahr 1421, und hält es immerhin für möglich,dass der Stein und der ihn begleitende rothe Schlamm me-teorischen Ursprungs seien.
Die Arbeit von Cysat bewog Hans Erhard Escher(1655-1689) eine ähnliche über den Zürchersee zu ver-fassen, die nach seinem frühen Tode, als Beschreibung desZürichsee’s, 1692, erschien. Ein erster Abschnitt enthält dieBeschreibung und eine kurze Geschichte der Stadt; einzweiter die Naturgeschichte des See’s, seiner Fische, Vögel,Gewächse, seines Zufrierens, der Winde, der sogenanntenScfnvefelbedeckung im Frühjahr, erzeugt durch den ßlüthen-staub der Tannen, der Schifffahrt auf demselben; ein dritter,mit einer in kleinem Massstabe aber gut gezeichneten Karte,beschreibt die am Ufer liegenden Ortschaften; ein viertergibt eine kurze Chronik von Zürich . — Die Anordnung istnicht gerade zu rühmen, die Schrift jedoch reiner vonfabelhaften Dingen, als diejenige von Cysat.
Am Schluss des Jahrhunderts, im Jahr 1699, erschienvon Lazzaro Auguslino Cotta eine Beschreibung desLago Maggiore , als neue Ausgabe und Commentar zu derSchrift von Macaneo. Cotta gibt werthvolle Nachrichten überdie Thäler Blegno, Yerzasca, Domo d'Ossola, Marobbia,Lugano , über die in der Umgebung des See’s vorkommen-den Mineralien, Erze und Marmorarten, über die Vegetation,die Sitten der Landleute u. s. w. — L. A. Cotta (1645-1719) war geboren auf S. Giulio im Lago d’Orta, studirtedas Recht, ergab sich aber bald ganz dem Studium der