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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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214
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DRITTES RUCH.

der Druck aber aus verschiedenen Gründen verzögert wurdensein. Es i>t eine verdienstvolle Monographie des Pilatusund behandelt den Ursprung des Namens, die Sage vomPdalussee, die Lage uu.l Topographie des Berges, dieatmosphärischen Zustände, die Hydrographie, die Flora,Fauna und Mineralogie desselben. Die Höhe des Bergeswird nach barometrischen Beobachtungen, aus den Jahren1717 und I7Z5, nach den drei Tafeln von Mariotte, Cassiniund Joh. Scheuchzer berechnet; eine geometrische Messung,oder eher Schätzung, trifft mit dem Resultat von Cassini ambessten uberein und, wird ihr der Vorzug gegeben, soergibt sich, als absolute Hohe des Berges, in runder Zahluu I die absolute Hohe von Luzern nach seinem mittlerenBarometerstand zu ILIO Fuss angenommen, (5500 Fass.(Nach Esohmann liegt Luzern 1340 F., der höchste Gipfel(55(55 F. ii. d. M) ln der Meteorologie werden auch dieungewöhnlichen atmosphärischen Zustände: Sturmwinde,Nordlichter, llalos, Mondregenbogen, Feuerkugeln, Erdbeben,Seuchen angeführt. Die Hydrographie beginnt mit dem Be-weis, dass, im Gegensatz anderer Theorien, die fallendeRegenmenge mehr als genüge, die Quellen des Pilatus zunähren, beschreibt dann einzeln die gewöhnlichen undMineral-Quellen, die Bäche, Wildwasser und die durch ihreAnschwellung zuweilen erzeugten Verheerungen, ln derFauna werden alle Erzählungen von Drachen, die Lysatnoch aufgenommen hatte, als Fabeln erklärt und auch inBetreif des berühmten Dracliensteins stärkere Zweifel erhoben,als selbst Hin. Ehrenberg aufgesliegen sind. Das letzte Ca-pitol, Subterranea Hilati , verbreitet sich am weitläufigstenüber die Mondmilch, handelt dann auch von Selenit (Ivalk-spalh) und von ligurirten Steinen, Pecliniten, Austern, Lapidesfrumeutarii, von der Arinuth an Erzen, die überall inhöheren Gebirgen selten vorkämen; daher mit Recht DanielEremita sage:metalla uslendi'sse magis Ileloetiie, quam