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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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GIU'NER UND CHRISTEN.

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.schafllich eia Lexicon geographim Uehelke, 9 Vol. fol,,ausgearbeitet, wovon (ir. die ganze Weslschweiz iibernoin-nieii hatte. Von den 30 Werken, die er hinlerlassen hat,sind nur wenige im Druck erschienen. Die Ddiciw nrlrisBenne, 1732, mussten in Zürich gedruckt werden und,obgleich Vieles gestrichen war, wurde doch in Bern derVerkauf verboten. Der Grund ist schwer einzusehen; daskleine Buch enthält eine Beschreibung der Stadt und ihrerMerkwürdigkeiten und Namenverzeichnisse ihrer Behördenund Beamten, so weit rückwärts dieselben aufzufindenwaren.

Gleichzeitig mit dem Dekan Grüner lebte in Bern alsStadtarzt und, wie es scheint, in angesehener Stellung

Wolfgang Christen, Dr. Med. (-[- 1745). SeinVater halte verschiedene Pfarrstellen im C. Bern und inDeutschland bekleidet, war aber wegen Unverträglichkeitvon allen bald entfernt worden. Sein leidenschaftlicher Cha-rakter zeigt sich auch in dem zelotischen Titel einiger seinerzahlreichen, zum Tlieil aus dem englischen oder Holländi-schen übersetzten theologischen Schriften, z. B. FeurigeSatanspfeile gotteslästerlicher Gedanken widerlegt durchW. C. Der Sohn hatte, vor seiner Berufung nach Bern ,als Arzt in Neuchätel gewirkt und hier, wie es scheint,die französische Sprache angenommen. Wohl auch halte inNeuchätel die Bekanntschaft mit Bourguet, Eyrini u. A. ihnangeregt, Gebirgsreisen zu unternehmen und sich mit derAufsuchung von Erzen und nutzbaren Mineralien zu be-fassen. Die Manuscript gebliebene Description des Gla-cieres ou pour mieux dire de la vier glaciale qui se troucedans les Alpes de la Suisse, 39 S. ohne Jahreszahl, suchtdas Vorkommen eines ununterbrochenen Eismeeres nachzu-weisen, das er vom Vogelsberg oder Crispalt bis an denSanelsch glaubt verfolgen zu können, und wovon die