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Neben Zürich und Winterthur finden wir in der Ost schweiz noch zwei Orte, die sich durch litterarische undnaturwissenschaftliche Thätigkeit verdient gemacht haben.
In SchafThausen schien die Familie Spleiss das mathe-matische Lehrfach, wie die liernoulli in Basel , als Erbstückerhalten zu haben; sie vertraten es allerdings mit schwächeremGlanz, meist als Lehrer der Elemente, oder als Schriftstellerüber den Kalender und verwandte Gegenstände.
Thomas Spleiss (1705-1775) war ein Enkel vonStephan Spleiss, den wir p. 146 als den ersten Mathematikerin SchafThausen kennen gelernt haben. Ihm waren im Lehr-fach nach einander zwei seiner Sühne, David Spleiss undJoh. Jac. Spleiss. Oheime von Thomas, gefolgt. Dieserstudirte in Basel Mathematik unter dem berühmten Johann Bernoulli und wusste diesen so für sich zu gewinnen, dasser ihm zwei seiner Sohne zum Privatunterricht übergab undihn auch in andern Häusern so gut empfahl, dass er sichdurch Stundengeben erhalten konnte. Mit ihm studirte derum zwei Jahre jüngere Leonhard Euler und beide bliebenihr Leben durch freundschaftlich verbunden. Nach dem Todeseines Oheims erhielt Thomas Spleiss , 172S, die Lehrstellein SchafThausen, die er bis an sein Ende versah. Ein Ver-such, sie gegen eine Lehrerstelle in Bern zu tauschen, beiAnlass der durch Haller und Sinner angebahnten, aber durchdie bisherigen Lehrer verhinderten Reform der Schulen, warohne Erfolg geblieben. Spleiss hatte sich im Lehramt durcheine Abhandlung über Refraction und Reflexion des Lichteseingeführt, später aber sich nicht mit Schriftstellerei befasst.Dagegen zeigte er grosse mechanische Geschicklichkeit inder Verfertigung von Erd- und Himmelsgloben, Planetarien,Sonnenuhren und Fernrohren, wozu er auch selbst die
’) Wolf, Biogr. I.