Buch 
Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
Entstehung
Seite
286
JPEG-Download
 

286

VIERTES BUCH.

er, im Auslande ehrenvolle Stellungen gefunden; Basel war,wie in späterer Zeit Paris , die Hauptschule für höhere Ma-thematik, und seine Zöglinge, die Bernoulli, Euler,Hermann, Huber, Merian, Beguelin, lehrten inBerlin , Petersburg, Padua . Mit mehreren der Genanntenbefanden sich in Berlin Lambert und Sulz er, als wirk-liche Mitglieder der Akademie und einige als Directorenihrer Gassen. In der Schweiz erschienen verschiedene Zeit-schriften, grossentheils naturwissenschaftlichen Inhalts, dieauch im Auslande Ruf hatten: ,in Neuchätel der Mercuresuisse unter der Leitung von Bourguet, in Bern die Ver-handlungen der Oekonomischen Gesellschaft, inBasel die Ada Helvetica, in Zürich , unter Joh. Gessncr,die Abhandlungen der ISaturforsehenden Gesellschaft. Genf nahm, nach Paris , in der Wissenschaft vielleicht die ersteStelle ein, und war stolz auf die Namen von Ca landrini,Gramer, Le S a ge, Bo n ne t, Malle t, Ü e Luc, Lullin,Trembley, Tronchin. Von Genf aus verbreitete sichdurch Rousseau die Reform der Pädagogik und eine nochjetzt fortwirkende Umwälzung der politischen Grundbegriffe,wie früher von da aus der Calvinismus sich nach Frank­ reich , den Niederlanden und Schottland forlgepflauzt hatte.Unsere Aufgabe soll es nun sein, nachzuweisen, was unterdiesen ausgezeichnet günstigen Umständen zur weiteren Er-forschung der schweizerischen Naturverhältnisse geleistetworden sei.

43. Karlen und Reliefs.

Uas Kartcnweseu der Schweiz machte während dieserganzen Zeit geringe Fortschritte. Männer die, wie Gyger,de Merveilleux u. A. aus eigenem Antrieb so grosse unddie Hiilfsmittel von Privaten meist ubersteigende Arbeitenunternehmen, sind selten, und die Regierungen fühlten fast