Buch 
Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
Entstehung
Seite
288
JPEG-Download
 

288

VIERTES Rl'CH.

Land auszufertigen, das so riete hohe Berge und Thdlerhat. Die grosse Scheuchzerisrhe Charte mag wohl unterallen den Vorzug haben, jedoch sind unzählige Fehler nochdarin. Ich habe die meisten Oerler des Schweizerlandesund sonderheitlich das Bündnerland kreuzweise durchreiset ;ich habe die höchsten Berge und Alpen manchmal mitLeibs- und Lebensgefahr bestiegen , um die Lage der Oerter,und die Seen und den Lauf der Flüsse recht auszuspüren.Daher entschloss ich mich, von allen XIII Cantonen Spe-cialcharten auszufertigen. Ich sandle, den Flau ad corri-gendum in die Canzleyen. und trachtete, die Lage derIlauptörter und Pfarrkirchen allemal richtig zu. setzen, diein der berühmten Homanntschen Officin in Nürnberg inHupfer gestochen worden. Wenn auch diese nach und nachverbessert werden, so kann leicht eine allgemeine , richtigeSchweizercharle zum Vorschein kommen

Andere, ebenfalls nicht auf Messung beruhende Kartenerschienen über einzelne Tlieile der Schweiz .

Vom Cantun lfasel gab, 1729, Christoph Brunnereine leidlich gute Karte heraus, die später auch von Matth.Sentier vergrdssert nachgestochen wurde. Besser, mitDarstellung der Situation und mit mehr Geschmack ausge-fulirt ist diejenige, welche, 1766, Daniel Brucknerdurch Vereinigung der Detailkarten seiner Merkwürdigkeitender Landschaft Basel zusammengestellt hat; nur ist aufdiesem Wege keine Genauigkeit der grösseren Dimensionenund der Orientation zu erwarten. Wie in ganz alten Kartenist N unten, S oben, dem Lauf der Gewässer und daherdem Sprachgebrauch entsprechend.

im Anfang des Jahrhunderts hatten J. Christ. Fatiound Gamal, de Roverea eine Karte des Genfersees undseiner Umgebungen aufgenommen, die Anspruch auf höhereGenauigkeit machte und 1730 durch Antoine Chopy