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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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KARTEN l'ND RELIEFS.

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zu Stand gebracht worden. Sie halte der Regierung schonüber 9000 Rchsthlr. und dem Hm. von Wattenwgl übersechs Jahr Arbeit gekostet. 1 ' Da Haller, dem übrigenskein sicheres Unheil über den Werth von Karlen zuzu-kommen scheint, von bereits vorhandenen Proben spricht,so ist wahrscheinlich auch diese' Arbeit unmittelbar mit demMesslisch und nicht trigonometrisch angegriffen worden, undder wahre Grund ihrer Unterbrechung ist wohl am erstenin der Unmöglichkeit zu suchen, diese Detailaufnahmen inUcbcrcinstimmung zu bringen. Vielleicht auch bestand dieganze Unternehmung nur in dem Versuch, die vorhandenenälteren Detail-Karten und Plane, nach ihrer Heduclion aufdenselben Massstab, zusammenzusetzen und nmzuzeiclmen.

Die Schwierigkeit, die man fand, die Bodenverhältnisse,besonders der Gebirge, durch Kartenzeichnung darzuslellen,führten zur Verfertigung von Reliefs, oder verkleinertenNachbildungen des Landes in erhabener Arbeit.

Um das Jahr 176ü begann der General Ludwig Pfyffer seine Arbeiten zur Darstellung der mittleren Schweiz durch das grosse Belief, das sich in Luzern befindet. Erbereiste selbst das Gebirge und lebte in den einsamstenGegenden von der Milch mitgenommener Ziegen. Zweimalwurde er von den Landleulen als Spion aufgegrilfen; öftersarbeitete er bei Moudliohi. Das Belief, welches erst 1785ganz vollendet wurde, ist aus Wachs verfertigt, 22/ 2 Fusslang, 12 F. breit; die horizontalen Distanzen sind ungefährwie 1 : 13,000, die Höhen 1 : 10,000 d. w. Gr. Der

') Ludwig Pfyffer (17161802) von Luzern , trat früh in fran-zösische Kriegsdienste, erhielt 1738 die Hauptmannssteile derCompagnie seines Vaters, war bei den Feldzügen von 1734 bis1747, wurde 1763 Oberst des Regiments, das seinen Namentrug, und zog sich nach Luzern zurück als General-Lieutenantund Commandeur des St. Louis-Ordens.