HÖHENBESTIMMl'NG.
295
Jedoch hat Scheuchzer den Tillisberg in der HerrschaftEngelberg für den höchsten erkannt .“ Früher zwar hattenschon Grüner und Fäsi behauptet, die Schweiz sei dashöchste Land, die Alpen das höchste Gebirge unseres Welt-theiles, ohne jedoch diese Ansicht fest begründen zu können,und der Gotthardstock galt auch ihnen als der höchste inden Alpen.
Näher ging auf die Sache ein der Sohn von J. Jac. Sch.,Joh. Casp. Scheuchzer (1702-1729), der seit 1722in England sich der Medicin und Naturwissenschaft widmete,daselbst sich den Doctortitel erwarb, aber früh, noch vorseinem Vater, starb, ln den Philos. Trans. Dec. 1728 schriebderselbe Iiemarks on the height of mountains in generaland of those in Switzerland in parlicular etc., worin er,nach einer Uebersicht der bis dahin in England und Frank reich gemessenen Höhen, nach den barometrischen Mes-sungen seines Vaters beweist, dass dieselben alle von denGebirgen der Schweiz überragt werden. Der Höhenberech-nung legt er, wie sein Vater, theils die Tafeln von Mariotte,theils diejenigen von Johann Scheuchzer zum Grund, ver-wirft dagegen die von Cassini, die stets ein zu grosses Re-sultat gäben. Einige der nach den barometrischen Beobach-tungen von J. J. Scheuchzer durch J. Casp. Sch. erhaltenenResultate, denen ich zur Vergleichung die jetzt geltendenBestimmungen beisetze, sind: