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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES BUCH.

östlichen Arm, dem Stella gewesen, so kann ich zuver-lässig sagen, dass er hei weitem nicht der höchste Berg in derSchweiz ist. Ich sähe verschiedene auf dieser Spitze, diegegen das Walliserland und im Berner Gebiet liegen, dieviel höher waren. Ein Theil der Für ca ist auch höher , wieauch die Cima del Baduz.

Auch Daniel Bernoulli suchte der barometrischenHöhenmessung etwas grössere Genauigkeit zu geben undwandte seine Methode an auf die Bestimmung der Höhen-unterschiede auf der Linie Amsterdam -Waldenburg, wo er,i 755, die Höhe des Barometers beobachtet hatte. Er fanddie Meereshöhe von

Strasburg

462 F.

nach neuester Best.

450

Basel

924

n

846

Waldenburg

2204

»

1702

Langenbruck

2876

2207

Wannenfluh

3954

n

3337

Die Höhen im Jura, die nicht auf barometrischen Mit-teln, sondern auf einer einzigen Beobachtung beruhen, fielendaher um ungefähr 600 F. zu gross aus.

Einen nicht glücklichen, aber damals von vielen Seitenmit grossem Beifall aufgenommenen Versuch, die Höhen derAlpengipfel geometrisch zu bestimmen, machte, 1755, Mi-clieli du Crel, während seines unfreiwilligen Aufenthaltsauf dem Schlosse Aarburg . Er bediente sich einer 24 F.langen Wasserlibelle, an deren entfernterem Ende senkrechtein verschiebbarer Stab sich befand, brachte das obere Endedieses Stabes mit dem Anfang der Libelle, w r o das Augewar, und dem Gipfel des Berges in gerade Linie, mass dieEntfernung des Berges auf der Karte von Scheuchzer, unterder Annahme, dass 1 Zoll auf derselben gleich sei 3266%Toisen, der Massstab also 1 : 235,2000 d. w. Gr., und schlossauf die Höhe des Gipfels über dem Niveau durch einfache