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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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REISEBESCH REIHUNGEN.

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reichsten der Schweiz , bewunderte A. die ausgezeichnetenPetrefacten, unter denen auch ein sogenannter Homo dilmiiteslis von Oeningen, den Gessner als ein Silurusgerippebetrachtet, ein Stück einer Schildkröte von Bedingen, eineSchildkröte auf Glarnerschiefer. Unter den Mineralien wer-den die vielen Bergkryslalle mit mannigfaltigen Einschlüssenund ein rollier Flussspath aus Uri hervorgehoben. Bei Apo-theker Lavater fand A. die Bergkrystalle noch besservertreten. Unter den Petrefacten bemerkte er eine dickeAuster vom Aubrig, eine grosse Terebratel vom Randen undeine reiche Sammlung von Oeninger Abdrücken. In einemZusatz steht eine Beschreibung der Oeninger Brüche vonv. B. fvvohl v. Beroldingen). Einen Anfang zu einer allge-meinen Sammlung, gleich der Gessnerschen, und in derAbtheilung der Vögel diese übertrefTend, sah Andrea; beiSchulthess. Bei der Physikalischen Gesellschaftfand Andrea; ein von Joh. Gessner gesammeltes und nachFinne geordnetes Herbarium von ungefähr 5000 Pflanzenund eine von Meyer von Knonau gemalte Sammlungvon Abbildungen schweizerischer Vögel. Noch erwähnt erin wenigen Worten der'alten Sammlung von J. J. Scheuch-zer, die im Besitz eines Neffen von Scheuchzer war, undder Mineraliensammlung eines Herrn Escher, die ernicht zu sehen bekam. ln Zo fingen fand A. bei einemII. Müller aus Basel eine Sammlung von Insecten undAmphibien und einiger ausländischer in Weingeist aufbe-wahrter Säugethiere, die später nach Basel gekommen ist.Der zu kurze Aufenthalt in Luzern verhinderte ihn, dieSammlung von Lang zu sehen und Cappeller, der aufdem Lande lebte, zu besuchen. In Bern erschien ihmdie Pelrefactensammlung des l'ranz. Predigers Elie Ber-trand nicht von Bedeutung. Mit grossem Lob spricht erdagegen von der Naturaliensammlung und Bibliothek desPfarrers Sprüngli in Slettlen. Nebst Mineralien, wovon