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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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VIERTES BUCH.

gleich er daher auch Frankreich halte mit Canada vergleichenkönnen, hätte er doch die Schweiz vorgezogen. Die Arbeitzerfällt in eine Aufzählung, zuerst der canadischen, dannder schweizerischen Mineralien, besonders der Erze, und indie Nachweisung ihres Vorkommens in beiden Ländern. Dasgrösste Interesse verdient aber die, mit Hülfe von Buacheentworfene mineralogische Karte der Schweiz , welche derAbhandlung beigefugt ist. Die Alpen erscheinen darin alsBande schisteuse, aber man hat sich nicht getraut, dieGrenzen dieser Zone anzugeben. Der Jura ist als Bandemarneuse bezeichnet, mit bestimmten Grenzen, die so weitgehen, als Angaben von Petrefacten vorhanden waren, wofreilich auch Fundorte von Molassepetrefacten, wie Lau-sanne, Murten, Wurenlos, Winterthur, St. Gallen , mit hinein-gezogen wurden. Das Milteiland ist unbestimmt geblieben.Ausserdem sind durch besondere Zeichen alle Fundorte vonErzen, Steinarten, Kohlen, Petrefacten u. s. w. bemerkbargemacht. Obgleich die Karte demnach nur zwei Zonen oderFormationssysleme unterscheidet, eröffnet sie doch die Hciheder wahrhaft geologischen Schweizerkarten und ist um somehr zu beachten, als sie bis an das Ende des Jahrhundertseinzig blieb.

A. von Haller wählte die Arbeit von Gueltard zumGegenstand einer eingehenden Anzeige und Kritik vor derk. Gesellschaft in Güttingen ). Nach Darstellung der grossenUngleichheit in der äusseren Hodcngestaltung beider Länder,geht H. näher ein auf die Verschiedenheit der Steinarten,und hebt hervor, dass zwischen den Alpen und dem Jura,im schweizerischen Hügelland, eine dritte, aus Sandsteinbestehende Zone sich befinde, die er vom nördlichen Uferdes Genfersees über den Jorat durch ganz Freiburg , das

*) A. v. Haller, ad Stephani Guettardi compar. Canadse cumHelvetia adnotationes. N. Comm. Gott . II; Kl. Sehr. III.