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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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596
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FÜNFTES BÜCH.

Es schliesst sich diese Uebersicht der Arbeiten aus denletzten Decennien des vorigen Jahrhunderts am besten abmit dem anonym erschienenen Versuch eines allgemeinenUmrisses der mineralogischen Beschreibung eines Theilsder westlichen Schweiz '}. Er ist von Commissär Manuelverfasst ; der durch amtliche Stellung genau mit den Boden-verhältnissen des alten Cantons Bern vertraut war und mitVorliebe sich mit mineralogischen Studien, beschäftigte. Dasgeologische Bild, das er von unserer Erde entwirft, istziemlich übereinstimmend mit den Ansichten der zunächstfolgenden Zeit, z. Th. den systematischen Lehrbüchern nach-gebildet. Auf den Granit des Gotthards und der Grimsel lässt er, in Gadmen , Guttannen , Lauterbrunnen , Gneis fol-gen, der gut charakterisirt wird, auf diesen Thonschiefer(wahrscheinlich die Schiefer der beiden Scheidecken), dannKalkstein, aus dem auch das Schreckhoru und Einsteraarhornbestehen sollen; die äusserste, dritte Kalkketle soll im Em-menthal eine mächtige Breccie (Nagelfluh) zur Grundlagehaben. An der Westseite dieser Kalksteingebirge sind aus-gedehnte Berge von Sandstein (Mollasse) angeschwemmt,die ebenfalls auf Breccie aufgesetzt sind. Die westlicheGrenze bildet der ganz aus Kalkstein bestehende Jura. Dieam Schluss versuchte geogenctische Theorie ist ganz nep-tunisch.

ln den Jahren nach der politischen Umwälzung tretenuns drei Namen entgegen, an die fast Alles sich knüpft,was zur Vermehrung der geologischen Landeskenntniss ge-than worden ist: es sind die Namen von G. Es eher,J. Gotth. Ebel und Leopold von Buch .

Die ersten geologischen Arbeiten von Conrad Esc her,spät' r als C. Esc her von der Lin th, oder L in th - Esc h er

Hopfner, Magaz. IV, 1789.