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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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ZOOLOGIE.

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den Bau der Fühlhörner stützt. Schellenberg tratauch mit selbständigen Werken hervor, durch die er seineausgezeichneten Abbildungen schweizerischer Insecten dementomologischen Publicum bekannt zu machen strebte. Eserschien von ihm das Helvetische Wanzengeschlecht , 1800,worin auf 14 Tafeln 32 Arten abgebildet siud. Späterbeferte er, mit gleicher trefflicher Ausstattung, die Gattungender Fliegen (Dipteren) mit 42 Tafeln , 1803. Der Text,zum ersten Werk von Schellenberg selbst, zum zweiten vonzwei (nicht genannten) Liebhabern der Insecienkunde ab-gefasst, gibt nur kurze Charakteristiken und Erklärungender Tafeln, ohne Angabe des Fundorts, der Lebensweise u. s. w.Auch Dr. B. Wartmanli in St. Gallen hatte sich mit En-tomologie beschäftigt und bereits 1787 in dem von Schreberherausgegebenen Naturforscher N. 22 eine Naturgeschichteder Mauerbiene geliefert.

ln Bern galt die Sammlung inländischer Insecten vonProf. Studer (jetzt auf dem Berner Museum) damals fürdie vollständigste und sorgfältigst gehaltene in der Schweiz .Ein Verzeichniss davon zu liefern, fand mein Vater niemalsZeit und eine kleine Arbeit Bemerkungen und Fragen dieMaikäfer betreffend '), ist Alles, was über Insecten von ihmöffentlich erschienen ist. Vieles wurde brieflich an Jurine,Clairville u. A. seiner Correspondenten mitgelheilt. Mit fri-schem Eifer hatte auch sein jüngerer Freund Meisner sichder Entomologie ergeben, und beide machten öfters ihregrösseren Excursionen nach dem reichen Wallis zusammen,ln seinem Naturw. Anzeiger begann Meisner eine schwei-zerische Insectenfauna zu veröffentlichen 2 ), wovon abernur die Schmetterlinge erschienen sind, und auch von diesenwurde das Verzeichniss nur bis zur 102. Art fortgesetzt.

j Meisner, Naturw. Anz. 1818, p. 19.Meisner, Naturw. Anz. I. p. 28