„Beiträge des Bundes, so wie über die Art und Weise der Aus-führung Unterhandlungen zu pflegen.
2) „Der Bundesrath wird ferner eingeladen, der Bundesversammlung„so bald möglich defuMven Bericht und Anträge, sowol über die„fahrbar zu machenden oder zu verbessernden Pässe, als über das„Ergebniß der Unterhandlungen mit den Kantonen, und endlich über„die der Eidgenossenschaft auffallenden ökonomischen Opfer, bezie-hungsweise die Aufbringung der hissür nothwendigen Mittel vorzu-liegen."
Diesen Direktionen folgend, ließen wir die Studien über die Furka-Straße vollenden, für welche nun die Plane und Kostenberechnungensämmtlich vorliegen; es wurde durch Offiziere des Geniebüreaux eine Re- ,kognoszirung des Grimselpasses vorgenommen, um zur Vergleichung dieVerhältnisse und Kosten einer Straße über diesen Paß annähernd zu er-mitteln ; ferner wurden die von den Ständen Uri und Schwnz schon infrühern Jahren aufgenommenen Plans der Apenstraße einer eingehendenPrüfung unterworfen; und endlich, veranlaßt durch eins Eingabe desluzernischen Offiziervereins, Studien über die Führung einer Straße amlinken Ufer des Vierwaldstättersees (über Seelisberg und Stanz) vor-nehmen.
Zugleich eröffneten wir die Unterhandlungen mit den betheiliglenKantonen; nachdem mit den Ständen Uri und Granbünden bezüglich aufBundesbethsiligung über die Erstellung der Oberalpstraße und des Projek-tilen bündnerischen Straßen-Nezes konferirt worden war, wurde späterauch mit den an der Furka- und Axenstraße betheiligten Kantonen eineKonferenz abgehalten, in welcher für die Ausführung dieser Unternehmendie maßgebenden Grundsäze besprochen und festgestellt wurden.
Das Ergebniß aller dieser vervollständigenden Untersuchungen undVerhandlungen legen wir Ihnen in dem gegenwärtigen Berichte vor undverbinden damit diejenigen Anträge, die wir der Sachlage entsprechenderachten.
I. Furka-St raße.
Der Zwek dieser Straße ist, zwischen dem Kantone Wallis und derZentralschweiz eine direkte Verbindung zu erstellen. Die Bedeutung,welche diese Straße hat, und die Veranlassung, sie zum Gegenständeeiner einläßlichen Untersuchung zu machen, sind in unserer Botschaft vom29. November 1860 des Nähern dargestellt worden und, um bereits Ge-sagtes nicht zu wiederholen, verweisen wir einfach darauf.
Was hier zu erörtern ist und in den Verhandlungen des National-rathes vom Dezember 1860 vornämlich in Zweifel gezogen wurde , be-trifft zunächst die Krage, ob die Verbindung des Wallis mit der Zentral schweiz nicht auf anderin Wege als über die Furka zu suchen sei, undals ein solcher anderer Weg ward der Grimselpaß genannt.