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fuhrwerken dienen, sondern wird in weitaus größerem Maße von demfriedlichen Verkehr benuzt werden.
„4) Die wirklichen Ausführungsplane über sämmtliche Bauten sind dem„Bundesrathe zur Feststellung und Genehmigung zu unterstellen;„ebenso die für allfällige Unternehmer aufzustellenden Lastenhefte."
„5) Der Bundesrath hat das Recht, die plan- und kontraktmäßige„Ausführung der Bauten zu überwachen und wenn den Vorschriften„nicht nachgelebt würde, auf Abhilfe zu dringen."
„6) Die Straße soll längstens bis 1. Juli 1864 vollendet sein.
„Die Ausbezahlung des Bundesbeitrages erfolgt im Verhältnisse„des Vorrüksns der Arbeiten."
„7) Den Kantonen Uri und Wallis liegt der Unterhalt der Straße ob,„in der Meinung, daß deren Offenhaltung im Winter ihrem eigenen„Ermessen anheimgestellt bleibe. Die Eidgenossenschaft übernimmt„bezüglich aus den Unterhalt und Schneebruch keine Verpachtung."
Die Frage des Unterhaltes ist eine sehr erhebliche. Wir habenErmittlungen anstellen lassen über die Kosten auf andern Pässen, undzwar für den einfachen Unterhalt und für den Schneebruch im Winter.Folgendes ist das Ergebniß nach dem Durchschnitt der lezten Jahre:
Höhe.
Einfacher Unterhalt.
Schneebruch.
Meter.
Per Kilometer.
St. Gotthardt.
2159
Fr-
475. 27
Fr. 704. 03
2111
474. 60
„ 617. 13
Bernhardin.
2131
347. 57
„ 537. 83
Julier (von Stalla nach Silva-
2131
401. 63
„ 454. 97
plana).
2313
295. 33
„ 254. 23
Simplonstraße.
2008
361. 15
„ 293. 60
Diese Preise beziehen sich
überall nur auf
die höhern Regionen der
benannten Straßen. Keiner dieser Pässe erreicht die Höhe der Furka von2436 Meter.
Es ist also anzunehmen, daß der einfache Unterhalt der Furkastraße,mit Rüksicht auf ihre geringe Breite und darauf, daß überall ein ausge-zeichnetes Bekiesungsmaterial in der Nähe ist, auf Fr. 200—300 perKilometer, oder im Ganzen auf Fr. 8000—12,000 zu stehen kommt.
Der Schnsebruch im Winter wird im Ganzen auf Fr. 15,000—20,000angeschlagen. Die geringe Anzahl von Reisenden und Waaren, welcheim Winter diesen Paß zu benüzen im Falle sind, begründen einen solchenjährlichen Aufwand nicht. Es versteht sich aber von selbst, daß wennzur Zeit, wo die Sommerkurse auf den Alpen eröffnet zu werden Pflegen,