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(Kolkung) als bezeichn endo Mei’kmale entgegen. VieleWildbäche entströmen einem Gletscher, manche einemBergsee; einige entstehen in einem hochgelegenenCircus und werden den ganzen Sommer hindurch vonden Schneewassern gespeist, andere nehmen ihren Ur-sprung auf halber Berghöhe in einer Depression desGehänges und liegen oft ganz trocken. Die Lauflängeist im Allgemeinen kurz; immerhin aber sehr ver-schieden. Manche Bäche sind nur 2 bis 3 Kilometerlang und der Sammelcanal ist als Schlucht in denBergeshang eingeschnitten, andere durcheilen zwischenzwei schroffen Ausläufern des Bergzuges 30 Kilometerlange Seitenthäler. Bei manchen Gewässern kann manzweifeln, ob sie zu den Wildbächen oder den Gebirgs-Üüssen zu rechnen seien, denn sie tragen auf einigenStrecken den Charakter des Flusses, d. h. sie erhöhenihr Bett und suchen es zu verlegen, während sie sichauf anderen wieder kolkend verhalten und zwischensteilen Wänden ihr Bett vertiefen. Es sind dies dietorrents-rivieres von Fahre, die rivieres torrentiellesSurell’s, der die Gewässer der Hautes-Alpes eintheiltin rivieres, rivieres torrentielles, torrents und ruisseaux.B. Studer macht in seinem vortrefflichen Lehrbuchder physikalischen Geographie und Geologie — 2. Aufl.Bern , 1847 — nur die Theilung zwischen Gebirgsstromund Wildbach und sagt: „Der Gebirgsstrom, der auseiner Yereinigung mehrerer Wildbäche hervorgeht,unterscheidet sich von ihm nur durch seine Wasser-masse, und weil er in einem grössern Thal fliesstYIn den „Untersuchungen der schweizerischen Wild-bäche“ wird auch nur vom Fluss im Gegensatz zurJEtüfe und zum Wildbach gesprochen und bei manchenGewässern wie z. B. der Yisp (pag. 424) gesagt, sieseien eigentlich nicht mehr Wildbäche, sondern Ge-birgsflüsse.