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Thalwänden, welche die Regenwolken aufstauen unddie sich verfangenden Gewitter zur Ausgiessung ihresganzen Wasser vorraths zwingen.
Ein auf sichere Daten gegründetes Urtheil überdie obere Grenze der Regenmaxima ist noch nichtmöglich, wohl aber lässt sich durch Ziffern belegen,wie gering der Einfluss der Höhe gegen den der Ex-position ist; diese allein erklärt uns, warum der Gr.St. Bernhard mit 112 (124 nach 1842—60), der Simplonmit 80 cm. hinter den oben angeführten Stationenzurückstehe. Der Simplon z. B. ist nur 62 m. niedriger,als der Bernhardin (2070 m.), dessen Mederschläge mehrals das dreifache betragen, während aber der Bernhardin nach S. offen liegt, wird das Hospiz auf der Pass-strasse des Simplon durch gewaltige Massivs gegen dieRegenwinde gedeckt.
Hach dem bisher Entwickelten leuchtet ein, dassbesonders abgeschlossene Binnenthäler geringe Nieder-schläge aufzuweisen haben; die über die Berge nieder-steigenden Luftströmungen erwärmen sich und entfernensich von ihrem Sättigungsgrade. Wir werden diesenSatz in allen interalpinen Thälern bestätigt finden unduns vergegenwärtigen, dass wir in den für die Stationauf dem Thalgrunde erhaltenen Ziffern noch keineauch für die oberen Gehänge richtigen Angaben besitzen.
Was die Westalpen anlangt, so empfangen sie imGanzen weniger Regen, als die Centralalpen. An demvom Meere bespülten Euss des Gebirges gelegen, hatNizza 79, Cannes 90 cm.; höher gelegen ergeben dieOrte im Elussgebiete des Argens (ausser Draguignanmit 83) über 100 cm. (Eayence 116), während dieZiffern für die Thäler der Hautes und Basses-Alpes wieder eine Abnahme des Regens zeigen, besonders anden tief im Gebirge liegenden (wenn schon höheren)Stationen. Barcellonette im Thal des Ubaye empfängt