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Die Wildbäche der Alpen : eine Darstellung ihrer Ursachen, Verheerungen und Bekämpfung als Beitrag zur physischen Geographie / von F.W. Paul Lehrmann
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den Durchschnittswerthen höchst instructiv sind, esfielen nämlich im October 72 in Gap 43,9, in Grenoble 25,8 cm.

Monatliche Niederschläge im Betrage von über 20 cm.sind in den Alpen überall eine gewöhnliche Erscheinung.Während in Breslau fast während eines Jahrhundertsnur der durch die Oderüberschwemmung bekannteAugust 58 dieses Maass um ein Weniges überschritt,hat Zürich in 12 Jahren noch immer 12 regenreichereMonate, darunter viermal den August.

Dove sagt, bei 23 Zoll (also 5075 mm.) Begenan einem Tage treten die Bäche aus; in den Alpenlernen wir noch ganz andere Tagesmaxima kennen,denn oft vertheilt sich der ganze Betrag eines regen-reichen Monats auf wenige Tage.

Ganz abgesehen von den Gewittern tritt dies be-sonders bei den Herbstregen der südlichen Alpen her-vor. So ist an den Stationen Kärnthens, die ihrRegenmaximum im Herbst haben, die Zahl der Regen-tage im Herbst geringer als im Sommer. Im Durance-gebiet, wo die Herbstregen stark hervortreten, fällt,wie Sure 11 sagt, in wenigen Stunden soviel, wie zuParis während des ganzen Jahres. Arago giebt für dasDurancegebiet nur 38 Regentage an (Marseille 57),während Genf 123 hat, Kärnthen an den verschiedenenStationen 79140 und das Gebiet der Salzach undTraun zwischen 129 und 171.

Von den 43 cm., die im Juni 76 in Zürich fielen,kommen allein auf den elften 171 mm., auf die Zeitvom 10. bis 12. Juni zusammen 272 mm. 1 ) In diesendrei Tagen betrug die Regenhöhe in St. Gallen 314, inWinterthur 305, in Rorschach 270, in Zug 246 mm. und

0 BillwillerNiederschläge im Juni 1876 in der Schweiz ."Jahrgang XI. der Schweizer meteorologischen Beobachtungen.

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