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84, in Tröpölach 46, 118 und 65, ja in Saifnitz kommenauf die Nacht vom 2. zum 3. allein 111,7 mm.!
Während in den nördlichen Kalkalpen das grössteTagesmaximum von Salzburg 50 mm. (September), vonAlt-Aussee 72 mm. (August) beträgt, sind in Tolmezzo in zwei Stunden 61 mm. gemessen worden, in Pontebbawährend eines Morgens 98. Detaillirtere Beobachtungenüber diesen wichtigen Punkt würden entschieden nochweit grössere Ziffern ergeben; was Wolkenbrüche derGewitter in kürzester Zeit auf die Bergwände nieder-schütten, können wir meist nur an den Wirkungenabmessen.
Dass wolkenbruchartige Regen im Sammelgebieteines Wildbachs niedergeben, ohne dass die nächsteBeobachtungsstation im Thale Niederschläge notirt, be-weist, wie nah zwischen den trennenden Wänden derGebirgszüge die Gegensätze oft liegen. Gewitter wiedas vom 24. Juni 1859 (Solferino!), welches in allenSchweizer und Savoyer Thälern fast zur selben Zeittobte, und das vom 24. August 1834, welches besondersGraubünden und seine Nachbargebiete heimsuchte, sindweit seltener, als ganz locale Erscheinungen. YomGipfel des Dürrenstein (2836 m.) habe ich im vorigenSommer einmal drei Gewitterschauer fast zu gleicherZeit beobachtet. Das eine zog in die Yenedigergruppe,das andere blieb lange am Kristallo hängen und tobtesich — ein prächtiges Schauspiel! — an dessen Plankenaus und das dritte zog gegen den Dürrenstein selbst.„Manchmal ■—■ sagt Berlepsch 1 ) — fällt im DorfeTrimmis (nördlich Chur ) kein Tropfen Regen, und imeine Viertelstunde entfernten Maschänzer- und Scalaera-Tobel hängt ein Gewitter, das in sündfluthlichen Strömen