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heftiger gegen die Südabhänge anschlägt, ist es keinWunder, wenn sowohl Surell für die Hautes Alpes wieStreffleur für die Ostalpen den von südlichen Abhängenniederstürzenden Wildbächen einen ganz besonders bös-artigen Charakter zuschreiben.
Betrachten wir die einzelnen Felsarten, so erweisensich im Allgemeinen Granit und fester Centralgneis derBildung von Wildbächen am wenigsten günstig. „Insen-sibles aux influences atmopberiques“ (Blerzy) 1 ) darfman sie freilich nicht nennen, denn die hohen Gratezeigen nur deshalb nacktes Gestein, weil Wind undabrutschender Schnee die losgewitterten Theilchen be-ständig fortführen. In Folge der Zerklüftung lösen sichgrössere Blöcke, die in diesem trümmerhaften Zustandeden feindlichen Kräften noch lange widerstehen. —Schliesslich bildet sich auch zwischen diesen Gesteins-trümmern lockeres Erdreich und wir finden an vielenBerglehnen den harten Fels tief unter einer Yer-witterungsschicht von Schutt und Dammerde versteckt.Es kann also auch hier Vorkommen, dass ein Wolken-bruch Lücken in diese Decke reisst und in einer Stundedie Producte tausendjähriger Yerwitterung in die Tiefeschwemmt. Wie mit einer Kiesenhacke aufgerissen er-scheint die Berglehne, doch verhindert der untenan-stehende harte Fels die Erosion einer Schlucht unddie Ausbildung eines bösartigen Wildbaches. 2 ) Statt
*) „Torrents des Alpes“ in der „Revue des deux mondes “.Bd. 99.
2 ) In der hohen Tatra habe ich einmal auf Granit einen ganzfrischen Murbruch gesehen, der, durch einen Gewitterregen ver-ursacht, hoch vom Abhang des Ratzenberges ins Weisswasserthalhinabgegangen war. Felsblöcke, zerbrochene Fichten und Ebreschenboten ein wildes Bild der Zerstörung, in den mit Wasser durch-tränkten Sand versank mein Packpferd bis an den Bauch wie inTriebsand.