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Die Wildbäche der Alpen : eine Darstellung ihrer Ursachen, Verheerungen und Bekämpfung als Beitrag zur physischen Geographie / von F.W. Paul Lehrmann
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hinziehenden Strassen des Fabrikcanals und des Flussesgänzlich verwischt und nichts übrig geblieben, als eineinziges breites Kiesbett. An der oberen Toess warenes Brücken mit kleiner Spannweite oder engen Pfahl-reihen, welche die Ablagerung der mit Sträuchern ver-mischten Geschiebe hervorriefen. Die Sohle erhöhtesieb mit festgelagerten, von Strauch und Wurzeln durch-lebten Kiesmassen und der Strom musste sich mittendurch Culturen und Wohnungen ein neues Bett graben. 1 )

Ks sind dies dieselben Flussgebiete, welche auchbei den weitverbreiteten Ueberschwemmungen vom 16.und 17 . September 1852 besonders hart mitgenommenwurden. Damals glich das ganze Thal der Thur vonl schoffszell ab einem See und ebenso das der Toess,Reiche schon nahe ihrem Ursprung im Fischenthal ihremwüstungen begann, während zur selben Zeit derem aus Graubünden , die Linth aus Glarus wenigWasser brachten. 2 )

Der October 1872 (vergl. dazu pag. 20 ) brachtemeht nur den südlichen Alpenthälern sondern auchletl und dem südwestlichen Frankreich grosse Ueber-sebwemmungen, was er in Kärnthen versäumte, holte der^ecember nach. Prettner berichtet darüber: 3 )Wie imT 0ve mber 1851 kamen auch diesmal die Niederschlägem Begleitung eines heftigen Südweststurmes, allerorts011 die Bäche über die Ufer und haben hier mehr,

M.Opf * 1

weniger Verwüstungen angerichtet, am ärgstener wieder im Gailthal, wo die Regenmenge amgrössten war.

b Culmann im Anhang zur Arbeit Lauterburgs.

) Th. ZschockeDie Ueberschwemmungen in der Schweiz .

September 1852.

3 ) Siehe Z. d. Oe. G. f. M., Bd. VII., pag. 393 und 395;

VIII., pag. 8-10.