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heute schützt der mächtige Wall der sogenanntenWassermauer, neben welcher sich die Giselapromenadehinzieht, den Ort vor den Verheerungen des Baches,der die schnelltliessende Etsch völlig an die rechteThalseite gegen den Euss des Marlinger Berges ge-drängt hat. 1 )
Unterhalb Meran veranlasst der dem Eluss im nord-westlichen Laufe entgegenkommende Ealzauerbach desUltenthales durch seine Stauung Insel- und Sumpfbil-dung; im Allgemeinen aber hält sich die Etsch von hierab mehr in gleichmässiger Entfernung von den Geländendes mit Rebenfeldern, Nuss- und Kastanien-Bäumengeschmückten Thaies, und die Schuttkegelbildung erreichttrotz der Entwaldungen bei den festeren Gehängen nichtmehr solche Dimensionen, wie im Yintschgau. Natürlichfehlen die Schuttkegel nicht, und macht die auf derlinken Seite am Euss der Porphvrberge hinziehendeStrasse ihnen zu Liebe noch immer mehrere kleineBiegungen. Der Haflingerbach richtete 1860 bedeutendenSchaden an, und der Schuttkegel des bei Gargazon ausmündenden Aschlerbachs alterirt sogar das Gefalldes Elusses nicht unbeträchtlich, der dann von hierabwärts auf einer Strecke von 14 Klm. nur unter einemWinkel von 2' 30" geneigt ist und ein häufig über-schwemmtes und versumpftes Thal durchfliesst (an derrechten Seite oft 2—3 m. unter dem Etschspiegel).
Die Ursache dieser Versumpfungen sind die be-deutenden Ablagerungen der vereinigten Talfer undEisack , welche den Fluss völlig an den Porphyrrückendes sogenannten Mittelberges gedrängt haben. Das