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Ruinen verlassene] 1 Ortschaften, die uns zurufen, „hierwar einst eine reichere Gegend“.
Der Zustand der Waldungen oder besser Ent-waldungen hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahr-hunderts womöglich noch verschlechtert, und Reclusbezeichnet Berge (z. B. den Monnier) als kahl, diePoderd noch bewaldet sah. Die weniger entholztenThäler der Tinee und Yesubie liefern vorwiegend dasMaterial fiir die am Yar arbeitenden Schneidemühlen-,grössere Stämme sind nach Marseille und Toulon zumSchiffsbau gebracht worden. Aber nicht nur von Wald-benutzung, sondern auch von Waldfrevel wird uns be-richtet. Poderö sah Holzarbeiter, als ob es gelte, denNachwuchs unmöglich zu machen, von Ziegen begleitetund an anderen Stellen ganze Partien der spärlichenWaldungen niedergebrannt zum Zwecke des Anbaues,in Wahrheit zur Beute der Wildwasser.
Die an vielen Stellen fortgerissenen, abgerutschtenund überschütteten Wege 1 ) sind in den letzten Decennienbedeutend verbessert, und es führt jetzt auch eine(1864 noch nicht überall fahrbare) Strasse in das obereThal des Yar.
Im Anfang des Jahrhunderts gehörte fast der ganzemit Steinen bedeckte Thalboden dem „mehr schädlichenals nützlichen“ Yar, doch war schon in den sechszigerJahren ein Damm angelegt, der das linke Ufer derunteren Strecke, die ohnehin noch durch mehrere Runsenund den von Apremont herabkommenden, bösartigenWildbach bedroht ist, gegen die verheerenden Hoch-wasser des Plusses schützte. Gegenwärtig ist der Yar
') Z. B. Fodere I, pag. 158 „On ne peut s’imaginer rien deplus horrible que le sentier appele grand chemin, trace au dessusdu Yar, pour aller du Villars au Pujet.“