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Vorläufiger Entwurf zu einer Eisenbahn zwischen Ulm und Basel / bearb. von Moritz von Prittwitz
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9
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gerader Linie bei Herthen, ferner bei Wühlen und Grenzach vorbeibis zum äußersten Punkt der Bahn am Grenzacher Horn (etwa920 bad. oder 850 par. Fuß über dem Meere) durchaus keinirgend erhebliches Hinderniß mehr entgegenstellt.

Hiernach kann im Allgemeinen das Terrain, was die Bahnzu passeren hat, nur als sehr günstig angesehen werden, wie esselten bei einer Bahn von einer solchen Länge vorkommen möchte.Die nachstehende beiläufige Uebersicht der Steigungsverhältnisseweiset dies noch näher nach.

Eine direkte Verbindung mit der badischcn Staatsbahn könntenatürlich nur über Baseler Gebiet stattfinden.

Eine wesentliche Modifikation dieser Bahn würde dadurcheintreten, wenn, was denkbar ist, sie nicht in Ulm selbst, sondernvon der Württembergischen Südbahn ausgehend, in Schufsenriedihren Anfang nähme, und von da über Buchau nach Rieslingengeführt würde. Die Städte Blaubeuren , Schclklingcn und Ehin-gen würden dadurch aber ausgeschlossen werden, und auch eingroßer Theil der Alb jeder Eisenbahnverbindung sehr entrückt sein.

Wenn dagegen die schweizerische Nordbahngescllschaft die Aus-führung der Bahn von Waldshut nach Basel übernähme, wasindessen unter den jezigen Verhältnissen nicht mehr zu erwartenist, so würde die Bahn schon bei Waldshut ihr Ende erreichen.

Steigungs-Verhältnisse der Bahn.

In Ermanglung genauer und vollständiger Nivellements kannim Nachstehenden nur ein annäherndes Bild von den Stcigungs-Verhältnisseu der Bahn gegeben werden, wobei die Höhenangabentheils aus Memmingers Beschreibung von Württemberg , theils ausder neuen badischen Landesvermessung, und zur Aushilfe aus Wörl'sAtlas von Südwest-Deutschland entnommen wurden. Die miteinem ? bezeichneten Zahlen beruhen dagegen nur auf Schätzungund betreffen namentlich den Uebergang über den Höhenrücken süd-lich des BuffenS . Sie können indessen zu keinem wesentlichen Be-denken Veranlassung geben.

Es geht daraus hervor, daß außer der geneigten Ebene amobern Ende des Wnttachthalcs, wo geneigte Ebenen von un-vermeidlich sind, sonst überall das auch für die WürttembergischenStaatsbahnen angenommene Marimum der Steigung von Vi»o»icht überschritten werden würde.