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und als Lagerstätte zu dienen hat, und nicht selten muß letztere nochmit dem Zicklein getheilt werden.
In Gerra und Frasco rühren die Verheerungen ebenfalls von denWildbächen her; dagegen hat Sonogno, ähnlich wie Brione , bedeutendeUferbeschädigungen durch die Verzasea erlitten.
Gegenwärtig ist ein Sträßchen im Bau begriffen, welches durchdas ganze Verzaseathal bis nach Sonogno hin geführt werden soll,und welches bis über Lavertezzo hinaus zum größten Theile schonvollendet ist.
Die Kosten für Korrektionen und Verdauungen werden sich hierauf keine großen Summen belaufen; am Meisten aber sind die Wieder-bewaldungen zu empfehlen.
Das ganze Verzaseathal zählt 0 betroffene Gemeinden mit 507beschädigten Privaten.
IV. Im Maggiathal sind die Verwüstungen weniger durch denHauptstrom, die Maggia , als durch die zahllosen Wildbäche verursachtworden, welche ihre Schuttwalzen auf die fruchtbaren Thalgründewarfen und Mies mit sich fortrisse», was ihrem Laufe in den Wegkam; es sind denn auch die am Flusse der ziemlich steil ansteigendenGebirge gelegenen Ortschaften schon vielfach durch Naturereignisse heim-gesucht worden, und auch diesmal ist an vielen Orten der fruchtbareThalboden, aus Rebgeländeu und Wiesel bestehend, auf weite Streckenweggerissen worden und für alle Zukunft der Kultur verloren gegangen.Auch eine große Menge Floßholz wurde durch die Fluthen wegge-schwemmt; so soll z. B. die Holzhändler-Gesellschaft Patorei einenSchaden von Fr. 60,000 erlitten haben.
An einigen Orten losten sich die ob den Dörfern liegenden Hängevom Felsen ab, verschütteten mehrere Scheunen und Ställe und über-führten die Wiesen mit Kies und Steinen. Am meisten haben hierdie Dörfer Soiueo und Gevio gelitten, lärsterer Ort schwebt in be-ständiger Gefahr, gänzlich verschüttet zu werden, und Gevio, welchesauf der Landzunge zwischen der Maggia und der aus denn Gampothalherunterstürzenden Novanna liegt, wird nur mit großen Opfern, dasnach den vielen Naturereignissen noch übrig gebliebene kulturfähigeLand vor den Angriffen der beiden Flüsse schützen können. Weiterhinten, von Bignasev nach Broglio hat die Maggia ein sehr starkesGesälle, liegt aber ungefährlich im solide» Felsbett; erst munter hintensind die Ufer angegriffen und haben sich Ablagerungen gebildet. DerZustand des Thales bis nach Peceia hat sich seit der fürchterlichenKatastrophe von 1834, wo ei» großer Theil des Dörfchens Peeeiadurch den Lavizzarrafluß verschüttet wurde, im Allgemeinen wenig ver-ändert; wir fanden daher auch verhältnißmäßig nur geringe Bejchädi-