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Die Berichte der Expertencommissionen über die Ursachen und den Betrag des durch die Ueberschwemmungen in Jahr 1868 in den Cantonen Uri, St. Gallen, Graubünden, Tessin und Wallis angerichteten Schadens
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des finanziellen Ruins geführt werden, so muß die Bruderhand und^ zwar diesmal die große Liebeshand, die die Gaben aus tansendmcilen-weiten Entfernungen, wie von den benachbarten Landslente» sammelt,frisch und kräftig sich öffnen und erkleckliche Hilfe spenden. Gewißverdient der unglückliche Walliser dieselbe Rücksicht, wie irgend ei» An-^ gehöriger eines andern beschädigten Kantons; unserer Ansicht nach ister als der ärmere, w iederholt um die Anstrengungen ganzer Jahres-arbeiten gebrachte Landmann den meisten andern voranzustellen.

! Man hört oft sagen, die Unsitten der Walliser seien schuld, daß

ihr Wohlstand so gering sei. Ihre angeborne Unthätigkcit, Unreinlich-keit, ihr geringer Bildungsgrad, die vielen Feiertage, die mangelhafteGesetzgebung, der Stillstand in der Bodenkultur u. s. w. müsse gehobenI werden, dann werde» von selbst größere volkswirthschaftliche Erfolge erzieltI werden. Dies zugegeben, so kann jedoch dem Volke als solchem derlangsame Fortschritt nicht allein znr Sünde angerechnet werden. Es ist! bekannt, daß gerade im Hauptthale die fortwährende» Ueberschwem-mungen die Bewohner entmnthigt und gleichgültig gemacht haben, daßder Eretiuismuö in Folge der durch Sumpfstrecken verpesteten Luft, desschlechten Trinkwassers ». s. w. noch stark verbreitet ist und die Arbeits-kraft »och vielfach lähmt, daß die Klerisei mit ihrem bedeutenden An-hange alle freie Entwicklung, namentlich im Schul- und Kirchenwesenhemmt und daß von keiner Seite im Sinne volkswirthschaftliche» Fort-schrittes Bahn gebrochen und energisch vorgearbeitet wird. Auf der an-dern Seite hat sich der gemeine Mann, der Bürger der armen Gemein-den bei Ausführung der Rhonekorrektionsarbeiten geradezu wacker eingestelltund bewiesen, daß er noch Kraft und Ausdauer genug besitzt, einemanerkannt guten Zwecke selbst mit Aufopferung seiner ganzen Kraft zudienen.

Werden übrigens die ärmer» Gemeinden des .vanptthales, wieBalschieder, Evholz, Riedcrgesteln, Fülly, Rarvn (über die besondersfatalen Verhältnisse der Gemeinde Rarvn verweise ieb auf eine Spe-zialberiehtgabe des Gemeindepräsidenten, Rationalrath Roten, vomkO. November). Granges, Briegerbad, Lalden , Raters, Vispach, einer-seits mit Rücksicht auf die erlittenen Beschädigungen, anderseits aufihre Seelenzahl, Vermögensverhältnisse, die für die Rhonekorrektion ein-gegangenen Verbindlichkeiten u. s. w. genau in's Auge gefaßt, so müßtenwir kein unpartheiisches Bruderherz besitzen, wenn wir hier nicht sagenwürden: Da ist die Hülfe unter allen Umständen geboten und mußkräftig und schnell zugesprochen werde».

Steg mit seinen starken Steuern, Glvß mit den argen Beschädi-gungen folgen in Beziehung auf Hülfsbedürftigkeit nach.